Willkommen beim Bienenretter Bildungs- & Ökologie-Projekt


+++ Wir sind auch im Lockdown für Euch da. Bitte habt bei Bestellungen und Kontakt jedoch etwas Geduld. Bleibt gesund! +++


Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit lernen


Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Artenvielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Das Bienensterben ist ein Spiegelbild des Zustands unserer Umwelt und unserer Gesellschaft.

Bienen Biologische Vielfalt in der Stadt

Lass es aufblühen!


Auch in diesem Jahr läuft unsere Kampagne für mehr Blütenvielfalt in unseren Städten. Aus den Erfahrungen des Bienenretter Projekts haben wir Tipps erstellt, wie Du Bienen auf deinem Balkon oder Garten helfen kannst.

Bienenpatenschaft Bienen schützen

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Sinnvolles schenken: Mit einer Patenschaft unterstützt Du die Arbeit von Bienenretter. Mit Deinem Beitrag förderst Du aktiv Schutz und Pflege von Bienen, die Schaffung von Lebensräumen sowie die Bildungsarbeit.


Bienenretter Bienenerlebnisgarten Lernort Bildung für nachhaltige Entwicklung Frankfurt

Unser Lernort


Bei uns brummt es lauter als zuvor – denn aktuell wird unser BienenErlebnisGarten umgebaut. Hier bieten wir Kita-Gruppen und Schulklassen Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Der Lernort ist bis auf Weiteres geschlossen.
Wildbienen Schutz

Wildbienenschutz


Die Bedeutung der Wildbienen als Bestäuber wurde lange für die Biolgische Vielfalt unterschätzt. Sie arbeiten häufig effizienter als Honigbienen. Vom 'Bienen-sterben' sind sie stark betroffen. Einige Arten sind für immer verschwunden.

Weltbienentagsaktion

Weltbienentag 20. Mai


Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen, um an die Bedeutung von Bienen für Biodiversität und Ernährung für die Menschheit zu erinnern. Zum Aktionstag haben wir eine Webseite weltbienentag.de gestartet.


Hilf den Bienen


Jeder kann etwas tun, damit es Bienen und anderen Insekten bald wieder besser geht. Hier haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die jeder leicht in seinem Alltag umsetzen kann. Finde jetzt deinen Einsatzort als Bienenretter.

Kita und Schule @home

Kita & Schule


Im Rahmen unserer Aktionen bieten wir Kitas und Schulen Mitmachmaterialien. Die altersgerechten Sets lassen sich frei in eigene Lerneinheiten oder den Unterricht einbauen. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis greifbar.

Bienenretter Spenden

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Mit Deiner Unterstützung hilfst Du bei unserer Bienenretter-Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung und Maßnahmen für Wild- und Honigbienen. Lass uns gemeinsam nachhaltiges Handeln gestalten!



Pflanze des Monats: Das schimmernde Schneeglöckchen

Kaum ein Pflänzchen bereitet Menschen und Insekten im Frühjahr so viel Freude wie das Schneeglöckchen - sogar ein Orchesterlied wurde dem Frühblüher gewidmet. Während die weißen Blümchen für uns Menschen den Frühling einläuten, sind einige Bestäuberinsekten zum Jahresbeginn auf diese wertvolle Nahrungsquelle angewiesen.

Schneeglöckchen und Honigbiene

Als eine der ersten Pflanzen streckt das Schneeglöckchen bereits ab Februar sein Köpfchen aus der Erde. Mit seinem zarten Duft lockt der Frühlingsbote bis in den März ausgehungerte Insekten an. "Durch starke UV-Reflexionen der Blütenblätter hebt sich die Pflanze im weißen Schnee für Blütenbesucher ab. Das menschliche Auge kann UV-Licht nicht wahrnehmen, daher scheint uns die Blüte im Schnee nur in Weißtönen", erklärt Christian Bourgeois, Initiator von Bienenretter.

Der botanische Name Galanthus leitet sich vom griechischen "gala" für Milch und "anthos" für Blüte ab. Das milchweiße Schneeglöckchen zählt zur Klasse der Geophyten. "Das sind Erdpflanzen, die ihre Speicherorgane - in diesem Fall Zwiebeln - unterirdisch bilden, um die winterliche Kälte zu überdauern", erläutert Bourgeois.


 Zusätzlich hat das Frühlingsglöckchen seinen eigenen Frostschutz: an den glockenartigen Blütenblättern rutscht der Schnee leicht ab. Gleichzeitig stellt die Pflanze in ihren Zellen eine eigene Schutzlösung aus Aminosäuren und Zucker her, die das Gefrieren des Wassers verhindert - ähnlich wie bei Frostschutzmitteln für Autos. Außerhalb unserer Gärten findest du den weißen Frühlingsboten an Waldrändern und Lichtungen. Er bevorzugt einen halbschattig bis sonnigen und feuchten Standort - dann kann das Schneeglöckchen bis zu 30 Zentimeter groß werden.

 Eingepflanzt werden die Zwiebeln der winterharten Pflanze im Herbst. Aber Achtung - die Zwiebel und weitere Pflanzenteile sind leicht giftig und sollte nicht in die Hände von Kindern gelangen. Anspruchsvoll ist das Schneeglöckchen nicht - es kann sich selbst mit dem Wasser von geschmolzenem Schnee versorgen. Da zum Jahresbeginn kaum andere Pflanzen blühen, ist das Schneeglöckchen konkurrenzschwach. So kann es in aller Ruhe genügend Sonnenlicht einfangen, bevor andere Pflanzen austreiben und den Bestäubern als weitere Nahrungsquelle dienen.

 

Text: Elisa Kautzky

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Biene des Monats: Gartenhummel

Von März bis Mitte Mai kannst du die Gartenhummel-Königin bei der Nistplatzsuche beobachten. Mit ihrem langen Rüssel und den drei goldenen Streifen lässt sie sich gut von anderen Hummeln unterscheiden.

Gartenhummel an Pflanze

Ob purpurrote Taubnessel oder fliederfarbener Wiesenklee - bei der Nahrungssuche bevorzugt die Gartenhummel vor allem Lippen- und Schmetterlingsblütler. Mit ihrem 15-20 Millimeter langen Rüssel kann sie problemlos den Nektar aus langen Blütenröhren heraussaugen.

Bis zu 100 Arbeiterinnen leben gemeinsam in einem Gartenhummel-Volk. "Von April bis in den August lässt sich die Gartenhummel gut an Salbei und großblütigen Disteln beobachten", verrät Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Im Frühjahr freut sich die ausgehungerte Hummel über blau-weiße Sternhyazinthen, Wildkrokusse aller Art oder den sonnengelben Huflattich. 


"Auffällig sind bei dieser Hummelart die drei goldgelben Streifen auf der schwarzen Brust, das Hinterteil ist weiß behaart", beschreibt Bourgeois. Die langrüsselige Hummel wird bis zu 16 Millimeter groß und ist europaweit verbreitet. "Die Gartenhummel kann in verschiedenen Biotopen leben", erklärt Bourgeois. Dennoch ist sie vermehrt in Lebensräumen unterwegs, die vom Menschen gestaltet wurden - vorausgesetzt sie kann dort von Nektar und Nistmöglichkeiten profitieren. Vielleicht ist dir diese Hummel bereits in Gärten, Parks oder Streuobstwiesen begegnet?

In Siedlungsgebieten aber auch an Waldrändern, Dämmen und Böschungen kannst du die fleißige Hummel bei der Arbeit beobachten. Die nistplatzsuchenden Königinnen fallen von März bis Mitte Mai in unseren Gärten auf, danach tauchen die etwas kleineren Arbeiterinnen auf. Nistmöglichkeiten findet die unkomplizierte Hummel sowohl unter-, als auch oberirdisch. So lässt sie sich bevorzugt in Hohlräumen wie verlassenen Mäuseburgen und Vogelnestern nieder oder nistet sich menschennah in Gebäuden, Scheunen und Dachböden ein.

 

Text: Elisa Kautzky

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Deutsche Postcode Lotterie fördert Bienenretter zum Weltbienentag

Großzügige finanzielle Unterstützung für Bienenretter des Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung. Die Deutsche Postcode Lotterie fördert das Projekt Bienenretter bereits seit 2017 - dieses Mal mit einem Betrag von 30.000 Euro. Mit dem Geld werden konkret Aktionen zum Weltbienentag 2021 unterstützt.

Biene, Blumen, Weltbienentag

Projektleiter Christian Bourgeois ist hoch erfreut, dass Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie in Hessen mit dem Kauf ihrer Lose das Bienenretter Bildungsprojekt unterstützen: "Wir freuen uns sehr über eine großzügige Förderung und danken allen Teilnehmern und dem Beirat herzlich!" Mit der Förderung möchte Bienenretter auf die Situation der Bienen in Deutschland aufmerksam machen und nachhaltiges Handeln fördern. "Zusammen mit Schulen, Kitas und Bürger wollen wir auch in Zeiten geschlossener Einrichtungen das Wissen über Bienen und Biologische Vielfalt bei Kindern fördern", erläutert Bourgeois. 

Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: "Als Soziallotterie setzen wir uns deutschlandweit für den Natur- und Umweltschutz ein. Die Bienenretter Aktion unterstützen wir dank unserer Teilnehmer bereits seit 2017. Das Projekt fördert nicht nur den Artenschutz, es klärt auf und involviert - und das von klein auf. Der Weltbienentag ist für uns immer wieder Anlass, um auf den Schutz des bedrohten Insekts hinzuweisen, denn die Biene nimmt eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem ein."


Aufgrund des Lockdown startet die erste Aktion mit dem Lernpaket "Sabine und ihre Freunde" sofort. Damit versorgt werden neben Kita- und Schulkindern in der Notbetreuung auch diejenigen Kinder, die nun Zuhause bleiben müssen. "So lernen die kleinen Bienenfans beispielsweise Hummeln anhand ihrer Farbe zu bestimmen", verrät Bourgeois. Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen, Kitas und Schulen können wahlweise ein Set mit Lernmaterialien für 30 oder 60 Kinder kostenfrei bestellen und an ihre Kinder nach Hause weiterleiten.

Lernen auf Distanz - Lockdown-Lernpaket fürs Kinderzimmer

Ab sofort können Bildungseinrichtungen, Kitas, Grundschulen und Vereine das Bienenretter-Mitmachset für den Lockdown anfordern. Damit sollen bundesweit sowohl Kinder in Notbetreuungen, als auch im Homeoffice mit Lernmaterialien versorgt werden.

Als Vorbereitung auf den Weltbienentag am 20.Mai haben Bienenretter ein neues Bildungspaket erstellt. "Zusammen mit Schulen, Kitas und Bürgern wollen wir auch in Zeiten geschlossener Einrichtungen das Wissen über Bienen und Biologische Vielfalt bei Kindern fördern", erläutert Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter.

Mit dem kostenlosen Lockdown-Lernpaket möchten Bienenretter insbesondere Familien und Bildungseinrichtungen in Notbetreuungen und im Homeoffice unterstützen.


 Das Mitmachset enthält zwei Malhefte je Kind sowie für die Zeit nach dem Lockdown für die Gruppe ein Plakat, Blühmischungen und ein Zaunschild. Beim Ausmalen des Heftes "Biene Sabine und ihre Hummelfreunde" können die kleinen Bienenfans der Biene Sabine helfen, ihre Hummelfreunde zu finden. Somit lernen die Kinder spielerisch Hummeln anhand der Farbe ihrer Pelze zu bestimmen. Anhand des zweiten Ausmalhefts "Biene Sabine und das Zuhause ihrer Freunde" lernen die jungen Bienenretter, dass jede Wildbiene anders aussieht und können das passende Zuhause zuordnen. "Das Plakat 'Was brummt denn da' unterstützt die Kinder später in der Einrichtung die Farben zu merken und macht sich gut als dauerhafte Bestimmungshilfe", betont Bourgeois.


Mit den beiliegenden Blühmischungen können die Bienenfans gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften eine Fläche oder Blumenkübel bienenfreundlich gestalten. Dadurch leisten die Kinder einen direkten Beitrag zur Verbesserung der Blühvielfalt in den Städten. Mit dem Bienenretter Zaunschild sichern die Kinder nicht nur den Standort der ausgesäten Pflanzen, sondern auch ihr Selbstwertgefühl, wenn die ersten Blümchen pünktlich zum Weltbienentag die Köpfe aus der Erde stecken.

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Biene des Monats: Baumhummel

Diese Hummel hat keine Höhenangst: die Baumhummel ist gerne in Höhenlage unterwegs und nistet oberirdisch. Dafür macht sich die freche Hummel auch schon mal in einem Vogelnest breit. 

Dieser dicke Brummer schätzt eine gute Aussicht: Die Baumhummel kann im Hochgebirge auf bis zu 200 Meter hoch fliegen. In lichten Wäldern und Waldrändern zwischen den Bäumen fühlt sich diese Hummel am wohlsten - daher auch der Name. "Häufiger brummt sie auch in Parks und Gärten herum", erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Die Brust der Baumhummel ist so braun wie ein Baumstamm, der restliche Körper - bis auf das weiße Hinterteil - tiefschwarz. "Auffällig ist bei der Baumhummel das braune Haarbüschel im Gesicht", erklärt der Bienenretter. Von März bis August lässt sie sich gut an Beerensträuchern und Rosen beobachten.


Bis zu 400 Tiere gehören zu einem Baumhummelvolk, von denen die einzelnen Brummer bis zu 18 Millimeter groß werden. Baumhummeln nisten oberirdisch und finden meist problemlos einen Nistplatz. "Zum Beispiel in Nistkästen von anderen Tieren, in alten Vogelnestern und Baumhöhlen", so Bourgeois. Dafür vertreibt die freche Hummelkönigin auch schonmal den ein oder anderen Vogel aus dem Nest. "Wenn es sein muss, findet sie auch ein Plätzchen in Mauerspalten oder Dachböden", ergänzt der Bienenretter. Im Vergleich zu anderen Hummelarten ist die Baumhummel leicht reizbar. "Aber nur, wenn sich jemand dem Nest zu kritisch nähert, was typisch für oberirdisch nistende Arten ist", erklärt Bourgeois. Gefährlich ist sie also nicht - bloß eine wachsame Verteidigerin.

Text: Elisa Kautzky

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Pflanze des Monats: Winterling - Hoffnungsträger für Insekten

Mit seinen gelben Blüten lockt der Winterling im Frühjahr die ersten Bestäuber an. Der Pollen der krautigen Pflanze enthält viel Zucker und somit wertvolle Energie für die fleißigen Bienchen.

Der gelbe Winterling ist eine der ersten Pflanzen, die im neuen Jahr in Parks und Gärten erblüht. Für die Bestäuber ist die krautige Pflanze eine wichtige Anflugstelle, um sich mit Energie zu versorgen. "Der Pollen des Winterlings kann bis zu 26 Prozent Zucker enthalten", erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. "Diese Energie können Bienen zum Start ins neue Jahr gut gebrauchen", so Bourgeois. Die Temperaturschwankungen durch den Klimawandel bringen Pflanzen und Bienen immer mehr durcheinander. Sobald es wärmer wird, gilt das für die Honigbienenköniginnen als Brutsignal. "Sind Wintermonate zu warm, fangen die Königinnen zu früh mit dem Brüten an", erzählt Bourgeois. 

Winterling, Biene

Dafür brauchen die Bestäuber die Energie von frischem Nektar und Pollen. "Wenn aber nichts blüht, ist der Honigvorrat ganz schnell weg. So kann ein ganzes Bienenvolk zusammenbrechen", betont der Bienenretter. Frühblüher wie der Winterling sind für Insekten wahre Hoffnungsträger, "da sie nicht kälteempfindlich sind", so Bourgeois. Das giftige Hahnenfußgewächs wird bis zu zehn Zentimeter groß. "Bei Pflanzen der Knöllchen muss man etwas aufpassen, da sie schnell austrocknen", erklärt er. Am besten lagert man diese vor dem Einpflanzen über Nacht in lauwarmem Wasser. Der Winterling mag es sonnig bis halbschattig und vermehrt sich mit etwas Geduld recht schnell. "Oft bekommen Gartenbesitzer*innen fast Panik, weil sich die Pflanzen nach ein paar Jahren plötzlich so stark ausbreiten", erzählt Bourgeois.

Ursprünglich ist der Winterling nicht heimisch bei uns, also ein Neophyt. "Darunter zählen alle Pflanzen, die ab 1492 - nach der Entdeckung Amerikas - bei uns angesiedelt wurden", erklärt der Bienenretter-Initiator. Manche invasiven Neophyten haben sich seitdem unkontrolliert vermehrt und heimische Arten verdrängt. "Andere Arten wie der Winterling haben sich gut bei uns im System eingefunden und gelten als eingebürgert", erklärt Bourgeois. Inzwischen hätten Wissenschaftler*innen aber auch bei der Neophyten-Problematik eine andere Herangehensweise: Durch den Klimawandel fängt man an umzudenken, da nun bei uns auch Pflanzen wachsen, die es früher nur im Mittelmeerraum gab.

 

Text: Elisa Kautzky

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Biene des Monats: Wiesenhummel - klein, aber oho!

Die Wiesenhummel-Königin ist eine der ersten Hummeln, die sich im Frühjahr auf die Suche nach Nektar begibt. Ab März kannst du die gelb-gestreiften Insekten bei der Bestäubung von Taubnesseln, Kastanien oder Obstbäumen beobachten.

Wiesenhummeln gehören zu den kleineren Hummelarten: Die Arbeiterinnen und Drohnen dieser Art werden nur bis zu 14 Millimeter groß. Eine Erdhummel-Arbeiterin zum Vergleich zählt etwa 17 Millimeter. Fleißig ist die kleine Hummel aber allemal - knapp 130 Pflanzenarten werden von ihr bestäubt.

 

"Von März bis Juli lässt sich die Wiesenhummel gut beobachten, zum Beispiel an Kirsch- und Apfelbäumen", erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Aber auch der Nektar von Taubnesseln, Rotklee oder Kastanien schmeckt der Wiesenhummel gut.


Die fleißige Hummel schwirrt jedoch nicht nur zwischen Obst- und Blumenwiesen umher, wie es ihr Name vermuten lässt - auch in Parks, Gärten und lichten Wäldern fühlt sie sich wohl. "Deshalb wird sie auch Kleine Waldhummel genannt", erzählt Bourgeois. Neben ihrer Größe erkennt man die Wiesenhummel an dem orangenen Hinterleib. "Zwei leuchtend gelbe Streifen auf der Brust unterscheiden sie von der Steinhummel", ergänzt Bourgeois.

Bis zu 120 Tiere können in einem Volk der Wiesenhummel leben. Nach der Paarung suchen sich die jungen Königinnen  einen Überwinterungsplatz im Herbst. Die Wiesenhummel bevorzugt meist oberirdische Nistplätze in Mauern, unter Büschen oder Hecken. Im zeitigen Frühjahr begeben sich die Königinnen auf die Suche nach einem neuen Nistplatz.

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Mit Bienen durchs Jahr: Der Bienenretter Charity-Kalender 2021 ist da!

Der neue Kalender "Bienen und Freu(n)de" ist ab sofort erhältlich. Zum 5. Mal konnten sich Hobbyfotograf*innen aus ganz Deutschland mit ihren Bildern bewerben. Aus 600 Einsendungen hat die Jury des Fotowettbewerbs die besten 13 Motive gewählt.

Mit diesem Kalender ist sogar die Jahresplanung bienenfreundlich: Ab sofort können Bienenfreund*innen unseren Kalender für 2021 gegen einen Spendenbeitrag bestellen. Der Erlös fließt in das gemeinnützige Bildungsprojekt Bienenretter. Jeder Monat zeigt eine Wild- oder Honigbiene in Aktion - so wie die pelzige Honigbiene auf dem Titelblatt. "Die Bilder sind Gewinner*innen des Fotowettbewerbs 'Bienen und Freu(n)de'", erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Hunderte Bienenfans aus ganz Deutschland standen hierfür hinter der Kamera, um die eindrucksvollen Insekten in der Linse einzufangen. "Tiere zu fotografieren ist nicht einfach, da sie sich so schnell bewegen. Das ist mitunter die höchste Kunst der Fotografie", findet Bourgeois.

Bienenretter Charity Kalender 2021

Der Kalender für 2021 enthält ausschließlich Fotografien von Bienen. "Dabei haben wir versucht, das Bienenspektrum so gut wie möglich abzudecken", erklärt Bourgeois. Aus knapp 600 Einsendungen musste sich die Jury für 13 Motive entscheiden, die am besten in den Kalender passen. In diesem Jahr stachen die Bilder besonders durch ihre Qualität heraus. "Die Fotos sind technisch und künstlerisch auf einem sehr hohen Niveau", staunt Bourgeois. Zum ersten Mal wurden sogar zwei Bilder von einer Person von der Jury ausgewählt.

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Pflanze des Monats: Großer Wiesenknopf

Auf dieser Pflanze ist immer was los - der Große Wiesenknopf lockt Bienen, Schmetterlinge und Ameisen bis in den Herbst mit seinem Nektar an. Die Loki-Schmidt-Stiftung hat die Pflanze zur Blume des Jahres 2021 gekürt.

Von Juni bis in den Herbst tummeln sich auf den rot-braunen Blüten des Großen Wiesenknopfes allerhand Insekten: Für Bienen, Ameisen und Schmetterlinge ist die nektarreiche Blume aus der Familie der Rosengewächse eine wichtige Nahrungsquelle. "Der Dunkle und der Helle Wiesenknopf-Ameisenbläuling haben sich auf die Pflanze spezialisiert, ernähren sich also ausschließlich von ihrem Nektar", betont Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. 

Die beiden Schmetterlingsarten sind auch bei der Fortpflanzung auf die Wiesenblume angewiesen. Auf den knopfartigen Knospen legen die Falter nach der Paarung die Eier ab. So haben die jungen Raupen nach dem Schlüpfen direkten Zugang zum Nektar der Pflanze.

Großer Wiesenknopf

Wiesenknopf historisches Bild

Der Insektenliebling auf den Feuchtwiesen

Der Große Wiesenknopf bevorzugt feuchte bis nasse Wiesen. Die Verbreitung der intensiven Landwirtschaft hat jedoch zur Folge, dass es immer weniger extensive, also schonend und gering genutzte Wiesenflächen gibt. Die Entwässerung und Beweidung macht es krautigen Pflanzen wie dem Großen Wiesenknopf schwer, sich zu verbreiten. Nicht ohne Grund steht die Pflanze in Deutschland bereits auf der Vorwarnliste der Roten Liste für gefährdete Arten.

Die Loki-Schmidt-Stiftung hat den Großen Wiesenknopf zur Blume des Jahres 2021 gekürt, um der Pflanze die Aufmerksamkeit zu schenken, die sie verdient hat. Wie wäre es, zu Beginn des neuen Jahres die passende Blume im eigenen Garten oder Balkon zu pflanzen? Der Insektenliebling mag es gerne halbschattig oder sonnig. Da die gruppenbildende Staude bis zu 120 Zentimeter hoch wachsen kann, braucht sie ausreichend Platz. Ansonsten ist der Große Wiesenknopf recht anspruchslos, robust gegenüber Krankheiten und winterhart.

 

Text: Elisa Kautzky


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Das Netzwerk der Bienenautomaten wird immer größer

Am Donnerstag hat der saarländische Umweltminister Jost den ersten von 15 neuen Bienenfutterautomaten an den Direktor des Saarbrücker Regionalverbands  übergeben. Das Umweltministerium will nicht nur die saarländischen Landkreise, sondern auch Vereine und Naturschutzinitiativen mit Bienenautomaten in das Netzwerk einbinden. Das Saarland wird damit Vorreiter in Sachen Bienenautomaten.

Umweltminister Reinhold Jost (rechts) übergibt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (links) einen Bienenfutterautomaten
Umweltminister Reinhold Jost (rechts) übergibt Regionalverbandsdirektor Peter Gillo (links) einen Bienenfutterautomaten. Foto: S. Schreiber, MUV

Die saarländischen Wildbienen können sich schon jetzt auf das nächste Jahr freuen: Das Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz stellt jedem saarländischen Landkreis einen Bienenfutterautomaten zur Verfügung. Der erste gelbe Saatgut-Automat wurde am Donnerstag an den Regionalverbandsdirektor  Peter Gillo übergeben. "Wir suchen derzeit noch nach dem passenden Standort für den Automaten und hoffen auf eine rege Nutzung", erklärt Gillo. Auch Umweltminister Jost zeigt sich erfreut und plant, die weiteren Automaten nicht nur an Landratsämter zu übergeben, "sondern auch an ehrenamtliche Vereine und Naturschutzinitiativen", so der Minister. Saarländische Initiativen können sich hierfür beim Umweltministerium bewerben.

 


Der Südwesten Deutschlands, insbesondere das Saarland, nimmt im Netzwerk der Bienenautomaten damit eine Vorreiterrolle ein. "Wir freuen uns über jede Gemeinde, die einen Automaten aufstellt. Nur gemeinsam können wir in Deutschland ein flächendeckendes Netz an Bienenautomaten schaffen", betont Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Für 50 Cent können Bienenfreund*innen an den ehemaligen Kaugummi-Automaten eine Saatgut-Kapsel erwerben, "damit unsere Insekten nach einem entbehrungsreichen Winter genug Nahrung finden", betont Umweltminister Jost. Angepasst zur Jahreszeit gibt es derzeit Krokusknollen, die bis in den Dezember gepflanzt werden können und im Frühjahr für viele Insekten die erste Nahrungsquelle darstellen.

Bereits einer der ersten aufgearbeiteten Automaten wurde im saarländischen Urweiler bei St. Wendel aufgestellt. "Der erste saarländische Automat hat seinen Platz in einem Familienzentrum gefunden, das eine ganze Zaunwand mit Blumenbildern sehr ideenreich verziert hat, um den Automaten in Szene zu setzen", erinnert sich Bourgeois. In naher Zukunft will die Bienenretter Manufaktur eine Saatmischung erstellen, die speziell auf die regionalen Bedürfnisse Südwestdeutschlands angepasst ist. "Diese Mischung wird sich dann besonders für das Saarland, die Pfalz, den Raum Frankfurt und den Oberrhein eignen", erklärt Bourgeois.

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Keine leichte Wahl: Gewinner des Fotowettbewerbs stehen fest

Auch in diesem Jahr hatte es die Jury nicht leicht aus fast 600 Fotos die 13 Bilder für den Bienenretter Charity Kalender 2021 auszuwählen. Es ist bereits der 5. Jahrgangskalender seiner Art. Im nächsten Jahr feiern wir das 10-jährige Bestehen unseres Projekts.

Titelblatt des Bienenretter Charity-Kalenders 2021
Titelblatt des Bienenretter Charity-Kalenders 2021
Die Gewinner sind:
Sascha aus Fürth
Guido aus Düsseldorf
Stefan aus Stuttgart
Stephanie aus München
Bernd aus Uelzen
Petra aus Haßloch
Andrea aus Wolpertshausen
Torsten aus Kassel
Matthias aus Bielefeld
Irina aus Bergheim
Janine aus Wolfsburg
Herzliche Glückwünsche an die Gewinner. Ein dickes Dankeschön an alle, die mitgemacht haben!

Biene des Monats: Steinhummel

Während wir Menschen uns immer mehr ins warme Zuhause zurückziehen, sind die fleißigen Hummeln noch draußen unterwegs und bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Auch die Steinhummeln kümmern sich jetzt um ein Quartier und Vorräte für den Winter.

Dank der auffälligen Farbgebung lässt sich die Steinhummel leicht bestimmen: der Oberkörper ist tiefschwarz, das Hinterteil leuchtet in einem auffälligen Rot-Orange-Ton. Die männlichen Drohnen haben dazu noch ein zitronengelbes Gesicht. Das dicke Fell hält die Brummer warm, damit sie auch bei niedrigen Temperaturen noch herumschwirren können. Die friedvolle Hummel ist gerne an Waldrändern, Wiesen, in Parks und Gärten unterwegs. Insgesamt sind Steinhummeln noch relativ häufig anzutreffen. Vielleicht hast du sie ja schon mal gesehen? Gerade für die kleinen Bienenfans eignet sich diese staatenbildende Hummel zum Beobachten, da sie sich gut von anderen Arten unterscheidet - und dazu noch ziemlich stechfaul ist.

Steinhummeln bevorzugen für ihr Nest Hohlräume in Trockenmauern oder Steinhaufen. Daher kommt auch ihr Name, der sich vom Lateinischen lapidarius - lapis für Stein - ableitet. Hat die Steinhummel einmal einen guten Nistplatz gefunden, kann es auch sein, dass sie diesem im nächsten Jahr treu bleibt. Bis zu 300 Arbeiterinnen und Drohnen beherrscht eine Königin dieser Art.


Bevor sich die Jungköniginnen ins Winterquartier begeben, füllen sie ihren Kropf mit Nektar. Zum Überwintern gräbt sich die Steinhummel an trockenen Plätzen gerne bis zu 20 Zentimeter in die Erde ein oder findet ein Versteck unter Moosen und Baumstümpfen.

 

Unterstützen kannst du die Steinhummel mit einem naturnahen Nistplatz aus Steinhaufen und durch das Pflanzen einer abwechslungsreichen Vegetation. Mit ein paar gelben Kleearten und Taubnesseln bereicherst du nicht nur die Nahrungsauswahl der Steinhummel, sondern auch die Vielfalt in deinem Garten oder Balkon.

 

Text: Elisa Kautzky

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