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Willkommen beim Bienenretter Bildungs- & Ökologie-Projekt von FINE Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V.

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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit lernen


Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Artenvielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Das Bienensterben ist ein Spiegelbild des Zustands unserer Umwelt und unserer Gesellschaft.

Bienen Biologische Vielfalt in der Stadt

Lass es aufblühen!


Auch in diesem Jahr läuft unsere Kampagne für mehr Blütenvielfalt in unseren Städten. Aus den Erfahrungen des Bienenretter Projekts haben wir Tipps erstellt, wie Du Bienen auf deinem Balkon oder Garten helfen kannst.

Bienenpatenschaft Bienen schützen

Bienen-Pate werden


Sinnvolles schenken: Mit einer Patenschaft unterstützt Du die Arbeit von Bienenretter. Mit Deinem Beitrag förderst Du aktiv Schutz und Pflege von Bienen, die Schaffung von Lebensräumen sowie die Bildungsarbeit.


Bienenretter Bienenerlebnisgarten Lernort Bildung für nachhaltige Entwicklung Frankfurt

Unser Lernort


Bei uns brummt es lauter als zuvor – denn aktuell wird unser BienenErlebnisGarten umgebaut. Hier bieten wir Kita-Gruppen und Schulklassen Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Der Lernort ist bis auf Weiteres geschlossen.
Wildbienen Schutz

Wildbienenschutz


Die Bedeutung der Wildbienen als Bestäuber wurde lange für die Biolgische Vielfalt unterschätzt. Sie arbeiten häufig effizienter als Honigbienen. Vom 'Bienen-sterben' sind sie stark betroffen. Einige Arten sind für immer verschwunden.

Weltbienentagsaktion

Weltbienentag 20. Mai


Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen, um an die Bedeutung von Bienen für Biodiversität und Ernährung für die Menschheit zu erinnern. Zum Aktionstag haben wir eine Webseite weltbienentag.de gestartet.


Hilf den Bienen


Jeder kann etwas tun, damit es Bienen und anderen Insekten bald wieder besser geht. Hier haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die jeder leicht in seinem Alltag umsetzen kann. Finde jetzt deinen Einsatzort als Bienenretter.

Kita und Schule @home

Kita & Schule


Im Rahmen unserer Aktionen bieten wir Kitas und Schulen Mitmachmaterialien. Die altersgerechten Sets lassen sich frei in eigene Lerneinheiten oder den Unterricht einbauen. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis greifbar.

Bienenretter Spenden

Spenden


Mit Deiner Unterstützung hilfst Du bei unserer Bienenretter-Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung und Maßnahmen für Wild- und Honigbienen. Lass uns gemeinsam nachhaltiges Handeln gestalten!




Biene des Monats: Steinhummel

Während wir Menschen uns immer mehr ins warme Zuhause zurückziehen, sind die fleißigen Hummeln noch draußen unterwegs und bereiten sich auf die kalte Jahreszeit vor. Auch die Steinhummeln kümmern sich jetzt um ein Quartier und Vorräte für den Winter.

Dank der auffälligen Farbgebung lässt sich die Steinhummel leicht bestimmen: der Oberkörper ist tiefschwarz, das Hinterteil leuchtet in einem auffälligen Rot-Orange-Ton. Die männlichen Drohnen haben dazu noch ein zitronengelbes Gesicht. Das dicke Fell hält die Brummer warm, damit sie auch bei niedrigen Temperaturen noch herumschwirren können. Die friedvolle Hummel ist gerne an Waldrändern, Wiesen, in Parks und Gärten unterwegs. Insgesamt sind Steinhummeln noch relativ häufig anzutreffen. Vielleicht hast du sie ja schon mal gesehen? Gerade für die kleinen Bienenfans eignet sich diese staatenbildende Hummel zum Beobachten, da sie sich gut von anderen Arten unterscheidet - und dazu noch ziemlich stechfaul ist.

Steinhummeln bevorzugen für ihr Nest Hohlräume in Trockenmauern oder Steinhaufen. Daher kommt auch ihr Name, der sich vom Lateinischen lapidarius - lapis für Stein - ableitet. Hat die Steinhummel einmal einen guten Nistplatz gefunden, kann es auch sein, dass sie diesem im nächsten Jahr treu bleibt. Bis zu 300 Arbeiterinnen und Drohnen beherrscht eine Königin dieser Art.


Bevor sich die Jungköniginnen ins Winterquartier begeben, füllen sie ihren Kropf mit Nektar. Zum Überwintern gräbt sich die Steinhummel an trockenen Plätzen gerne bis zu 20 Zentimeter in die Erde ein oder findet ein Versteck unter Moosen und Baumstümpfen.

 

Unterstützen kannst du die Steinhummel mit einem naturnahen Nistplatz aus Steinhaufen und durch das Pflanzen einer abwechslungsreichen Vegetation. Mit ein paar gelben Kleearten und Taubnesseln bereicherst du nicht nur die Nahrungsauswahl der Steinhummel, sondern auch die Vielfalt in deinem Garten oder Balkon.

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Was Du jetzt tun kannst, damit dein Garten bienenfreundlich wird

Gartenfreunde aufgepasst – jetzt ist es an der Zeit, dein buntes Paradies auf den kalten Winter vorzubereiten. So gelingt es möglichst bienenfreundlich: Einfach mal nichts machen.

Pflanzen und Blütenstände im Winter
Blütenstände im Winter - reizvoll und bienenfreundlich

Mit den ersten fallenden Herbstblättern stehen viele Gartenbesitzer*innen vor der Frage, wie sie ihren Garten insektenfreundlich auf den Winter vorbereiten. Wenn die Blumen verblüht sind, sollte man jedoch dem Impuls widerstehen einfach alles zurückzuschneiden. „In den Stängeln überwintern viele Solitärbienenarten als Biene oder als Bienenpuppe im Kokon. Entsorgt man die Stängel, entsorgt man auch die Wildbienen.“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Beliebt sind markhaltige und hole Stängel sowie Ranken wie Königskerze, Beifuß oder Heckenrosen. „Durch die monotonen Rasen- und Steingärten fehlt es den Wildbienen oft an Nistmöglichkeiten.“, betont Bourgeois. Nicht ohne Grund stehen 300 von 560 heimischen Wildbienenarten auf der Roten Liste. Alte Blütenbestände sollten deshalb über den Winter stehen gelassen und erst im Frühjahr abgeschnitten werden.


Was wäre eine Winterwunderlandschaft ohne ein paar verschneite Pflanzenstängel? Wer sich das nicht für den kompletten Garten vorstellen kann, könnte den Kompromiss eines „wilden“ Streifens versuchen. Auch der summende Nachwuchs freut sich über eine vielseitige „wilde“ Ecke: manche Wildbienenarten legen ihre Eier gerne in hohle Pflanzenstängel, andere nisten sich lieber in Sand- und Steinhaufen oder Totholz ein. Wer keinen eigenen Garten für natürliche Nistplätze hat, der kann auch mit wenigen Handgriffen Nisthilfen selbst bauen. Um den ausgehungerten Insekten nach der langen Winterpause ein ordentliches Festmahl zu bieten, können bis in den frostfreien November noch Frühblüher gesetzt werden. Hier findet ihr alle Infos zu Frühblühern:

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Pflanze des Monats: Efeu - Ertragreiche Nektarquelle

Efeu ist überall und verschwindet dennoch oft im Hintergrund: die dunkelgrüne Pflanze entdeckt man vor allem als Fassadenbegrünung an Wänden und Mauern. Bis zu 30 Meter hoch kann das Gewächs klettern und bietet Platz für eine Vielzahl an Insekten. Sonne mag die Herbstpflanze nicht so gern, am besten gedeiht sie im kühlen Schatten oder Halbschatten. 

Efeublüte

Das Gewächs aus der Familie der Aralien wird auch als „Gemeiner Efeu“ bezeichnet, dabei ist die Pflanze alles andere als gemein. „Die in einer Halbkugel angeordneten unscheinbaren Blüten blühen sehr zahlreich und enthalten viel Nektar und Pollen für Wildbienen“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Insbesondere vor dem Winter ist das Gewächs eine beliebte Nahrungsquelle für Insekten aller Art. „Im Herbst lassen sich neben Wildbienenarten auch zahlreiche Falter an den Blüten gut beobachten.“, berichtet der Bienenretter. Die ertragreichen Efeublüten beginnen bereits Ende August zu blühen und hören oft erst im Dezember damit auf. Insbesondere die Efeu-Seidenbiene, die sich auf die Efeupollen spezialisiert hat, ist im Herbst auf das Gewächs angewiesen. Sie legt ihre Nester im Boden und in Lößwänden an. Man kann sie leicht mit der Honigbiene oder der Heidekraut-Seidenbiene verwechseln.


Aber auch andere Insekten wie bestimmte Schmetterlingsarten, Marienkäfer oder am Boden kriechende Tierchen wie Ameisen profitieren von der lebenspendenden Pflanze. Zwischen den dichten Blättern bauen manche Singvögel gerne ihren Nistplatz. Wir Menschen nutzen die heilende Wirkung der Pflanze beispielsweise als lösenden Wirkstoff im Hustensaft.

#zerowaste Do-it-yourself Tipp:

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Biene des Monats: Ackerhummel

Wenn es auf die kalte Jahreszeit zugeht, machen sich Hummeln wie die Ackerhummel auf die Suche nach einem Winterquartier. Dann sind wir Menschen an der Reihe, die pelzigen Bestäuber mit Nistplätzen in einem naturnahen Hausgarten zu unterstützen.

Ackerhummel

Die Ackerhummel ist eine der wenigen Hummelarten, die in Deutschland noch relativ häufig vorkommt. Doch der Name täuscht: die fleißige Bestäuberin fliegt nicht nur in der Nähe von Ackerland umher, sondern brummt auch durch unsere Städte. Beim genauen Hingucken kannst Du die graue Hummel mit der rötlich-braunen Brust und den struppigen Haaren an Wegrändern, in Parks und Gärten vorbeifliegen sehen. „Besonders gut kann man Ackerhummeln von April bis Oktober beobachten“, empfiehlt Christian Bourgeois, Initiator des Bienenretter Projekts.

Bis zu 150 Ackerhummeln leben in einem Volk. „Wie bei anderen Hummelarten auch überleben nach dem Spätsommer nur die Jungköniginnen“, erklärt Bourgeois. Sie sind es dann, die sich ab August bis Oktober auf die Suche nach einem geeigneten Winterquartier machen. „Deshalb ist es jetzt besonders wichtig, dass sich die Jungköniginnen noch einmal für den Winter kräftigen“, betont der Bienenretter.


Ackerhummeln sind polylektisch, also nicht nur an eine Pflanzenart gebunden, was die Nahrungssuche für sie um einiges erleichtert. Gerne mögen sie den Nektar von Rotklee, Taubnesseln oder Disteln. In ihrem Nest legen sie einen Pollenvorrat an, aus dem sich die Larven selbst bedienen.

Im Frühjahr ist es dann so weit - die frisch gekrönten Königinnen können ausschwärmen und sich eine Unterkunft suchen, um ihr eigenes Hummelvolk zu gründen. Um den Jungköniginnen unter die Flügel zu greifen, sollte man in Hausgärten jetzt im Herbst wilde Ecken lassen, wo sich auch andere Tiere zurückziehen können. „Ackerhummeln sind sehr unkompliziert“, erklärt Bourgeois. Am liebsten nisten sie oberirdisch unter Moospolstern, in Baumhöhlen oder Mauerritzen. Diese Art zieht auch in künstliche Nistkästen von uns Menschen ein, die fleißigen Bestäuber freuen sich aber lieber über einen naturnahen Garten mit natürlichen Nistplätzen.

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Deutsche Postcode Lotterie fördert Bienenretter Herbstaktion „Frühblüher pflanzen“

Großzügige finanzielle Unterstützung für Bienenretter des Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung (FINE): Seit drei Jahren fördert die Deutsche Postcode Lotterie die Initiative Bienenretter – dieses Mal erneut mit 30.000 Euro. Mit dem Geld wird die Pflanzung von Frühblühern in Zusammenarbeit mit Schulen und Kitas unterstützt.

Mitmachaktion Bienenretter Frühblüher

Projektleiter Christian Bourgeois ist erfreut, dass Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie mit dem Kauf ihrer Lose das Bildungsprojekt der Bienenretter unterstützen: „Wir freuen uns sehr über die großzügige Förderung und bedanken uns herzlich bei allen Teilnehmern sowie dem Beirat der Soziallotterie, der uns nun schon zum fünften Mal unterstützt.“

Mit dem Förderbeitrag möchten die Bienenretter insbesondere auf die prekäre Situation der Hummeln in Deutschland aufmerksam machen. „Zusammen mit Schulklassen, Kita-Gruppen und anderen Bildungseinrichtungen wollen wir jetzt im Herbst die Blütenvielfalt in unseren Städten verbessern. So können wir gemeinsam einen wichtigen Schritt für die Insektenwelt leisten und gleichzeitig nachhaltiges Handeln fördern“, betont Projektleiter Bourgeois. 


Bundesweit sollen hierfür Frühblüher wie Krokusse und Kegelblumen eingepflanzt werden. „Diese bilden im kommenden Frühjahr dann die erste wichtige Nahrungsquelle für Hummeln und Honigbienen und sichern das Überleben der Völker.“

Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Als Soziallotterie sind wir davon überzeugt, dass die Welt von starken gemeinnützigen Organisationen wie FINE (Frankfurter Institut für nachhaltige Entwicklung e.V.) profitiert. Mit 30 Prozent von jedem verkauften Los setzen wir uns für Mensch und Natur ein und sind begeistert davon, wie das Bienenretter Bildungs- und Ökologieprojekt nachhaltiges Handeln fördert und somit langfristig zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt.“

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Happy World Bee Day!

Rund 50.000 Kinder und Erwachsene haben sich an den Bienenretter-Aktionen zum UN-Weltbienentag beteiligt. Ein neuer Rekord für die Arbeit des ehrenamtlichen Bienenretter-Projektes. Aufgrund der aktuellen Pandemie mussten auch die kleinen und großen Bienenretter ins „Homeoffice“. Das hat sie aber nicht davon abgehalten, unsere pelzigen Freunde zu unterstützen!

Heute ist Weltbienentag! Zum dritten Mal wird an diesem Tag weltweit an die fliegenden Held*innen gedacht. Immerhin bestäuben sie rund 80 Prozent der heimischen Wild- und Nutzpflanzen. „Ein Drittel unseres Essens hängt von der Bestäubung der Biene ab“, betont Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Doch den Insekten geht es immer schlechter, da die Nistmöglichkeiten schwinden und sie keine Nahrung mehr finden.

Weltbienentag

Wildblumenwiese
Wildblumenwiesen bieten Bienen reichlich Pollen und Nektar.

„Vielerorts blüht es kaum noch“, bedauert Bourgeois. Statt bunten Wildblumenwiesen findet man in unseren Städten oft nur graue Steingärten und monotone Rasenflächen. „Der Rückgang der Bestäubungsleistung durch Bienen bedroht unsere Umwelt und eine nachhaltige Entwicklung weltweit“, so Bourgeois. Der Weltbienentag möchte dem entgegenwirken. Mit Unterstützung der slowenischen Regierung hatte der slowenische Imkerverband vor sechs Jahren den UN-Weltbienentag ins Rollen gebracht. Der 20. Mai wurde bewusst gewählt, da es das Geburtsdatum des slowenischen Hofimerkermeisters Anton Janscha ist. Janscha gilt als Erfinder der ersten Zargenbetriebsweise und war Rektor der weltweit ersten modernen Imkerei-Schule.


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Saatgut der Hoffnung für Bienen aus dem Kaugummiautomaten

Kaugummiautomaten zu „Samen-Automaten“ umgerüstet. Am Frankfurter Günthersburgpark im Stadtteil Bornheim können Frankfurterinnen und Frankfurter ab sofort für ein paar Cent Saatgut ziehen und zur Rettung der Bienen beitragen.

Der Blumensamenautomat am Frankfurter Güntersburgpark

Pünktlich zum UN-Weltbienentag am 20. Mai hat nun auch Frankfurt einen Samenautomaten zum Bienenfüttern. Eigentlich könnten Wildbienen zurzeit auf der Suche nach Futter stressfrei durch Frankfurts ruhig gewordene Straßen fliegen. Doch es summt nicht. Die Welt ist stiller geworden. Nicht nur wegen Corona. Sondern auch, weil die Biene als wichtigster Bestäuber unserer Erde kaum mehr Futter findet.

Insbesondere in Städten werden Flächen zubetoniert und Vorgärten in vermeintliche Schottergärten verschüttet. Damit geht Lebensraum für Bienen und andere wichtige Insekten verloren. Der Einsatz von Pestiziden vergiftet Insekten und Pflanzennektar als Nahrungsgrundlage ist in Zeiten von Monokulturen nur schwer zu finden. 


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Marienkäfer - Glücksbringer auf sechs Beinen

Die roten-schwarzen Käfer mit den weißen Punkten sind ein beliebtes Symbol für das Glück. Doch der Marienkäfer selbst hat zurzeit weniger Glück – durch die Ausbreitung einer importierten Art sinkt die Zahl der heimischen Arten. So kannst du dem kleinen Käfer unter die Flügel greifen - und wirst dafür doppelt belohnt.

Kein Insekt steht sinnbildlich für das Glück wie der Marienkäfer. Ab dem Frühjahr, wenn die Paarungszeit beginnt, sind die wandelnden Glücksbringer wieder unterwegs und zaubern uns ein Lächeln ins Gesicht. Auf dem Weg nach Nahrung und einem geeigneten Partner fliegen die Insekten in Wäldern, Wiesen und Gärten umher – oder landen auch mal auf unserer Picknickdecke. War die Partnerwahl erfolgreich, legt das Weibchen bis zu 400 Eier, aus denen die Larven, die sogenannten „Blattlauslöwen“ schlüpfen. 

Marienkäfer auf Blüte
Die Glückskäfer sind in Gefahr

Marienkäfer schlüpft aus seiner alten Haut
Marienkäfer schlüpfen aus ihrer Larvenhaut

Diese wachsen und krümmen sich, bis die alte Haut abgestreift werden kann. Heraus schlüpft der erwachsene Marienkäfer. In Deutschland gibt es etwa 80 verschiedene Marienkäferarten. Die Glückskäfer können bis zu acht Millimeter groß werden. Je nach Art sind sie rot, gelb oder schwarz und tragen verschieden viele Punkte auf ihren Flügeln. Der wohl bekannteste ist der Siebenpunkt-Käfer mit dem schwarzen Halsschild und dem roten Körper, dessen leuchtende Farbe für seine Fressfeinde als Warnsignal gilt. 


Die kleinen Käfer haben einen großen Magen: bis zu 100 Blattläuse am Tag futtern sie! Daher leitet sich auch sein Name ab: der natürliche Schädlingsbekämpfer gilt seit dem Mittelalter als Geschenk der Jungfrau Maria, der die Ernte der Bauern schützt. Auch heute wird er als biologische Blattlausbekämpfung in der Landwirtschaft eingesetzt. Gerade im Obst- und Gemüseanbau ist der Einsatz von Marienkäfern sehr effizient. Vor einigen Jahren wurde deshalb eine asiatische Art importiert. Diese erkennt man an dem weißen Halsschild. Sie vermehren sich besonders schnell.

Marienkäfer und Blattläuse
Marienkäfer sind natürliche Schädlingsbekämpfer

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Bienenautomat: Vom Hobbyprojekt zum bundesweiten Netzwerk

Bienenautomat

In Deutschland gibt es inzwischen 20 Bienenautomaten!

Was haben ein Heimatverein im ostwestfälischen Kalletal, eine Grundschule in Holzwickede und ein Familienzentrum im saarländischen St.Wendel gemeinsam? Diese drei gehören zu den insgesamt 20 Standorten von Bienenautomaten. Dabei handelt es sich um ehemalige Kaugummiautomaten, die nun Samenmischungen ausgeben, die Wild- und Honigbienen in schweren Zeiten das Überleben erleichtern. Die Idee einen alten Kaugummiautomaten zu einem Projekt zur Rettung von Wild- und Honigbienen umzubauen, kam Sebastian Everding im Garten.

Bienenautomat in Hamburg
Hamburg ist einer von 20 Standorten der Bienenautomaten

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Schmetterlinge in den Garten locken

Mit ein paar kleinen Tipps werden Balkone und Gärten zu einem Rastplatz für die flatternden Frühlingsboten. Je vielfältiger und bunter die Pflanzenauswahl, desto besser! 

Bestimmt ist dir schon mal ein leuchtend gelber Zitronenfalter oder gar der Kleine Fuchs mit seinen orange-braunen Flügeln auf einem Spaziergang begegnet. In Deutschland gibt es über 3.600 verschiedene Arten von Schmetterlingen, die meisten davon sind nachts unterwegs. So vielfältig wie ihre gemusterten Flügel, so ausgewogen sollte es auch in unseren Gärten und auf unseren Balkonen aussehen. Die Falter sind nämlich sehr anspruchsvoll: Teilweise sind sie nur auf eine einzelne Pflanzenart als Futter- und Lebensraum angewiesen.  Als Raupe knabbern sie an den Blättern, Blüten, Zweigen und Wurzeln ihrer Futterpflanze.

Zitronenfalter
Beim Zitronenfalter sind die Männchen leuchtend gelb.

Kleiner Fuchs
Der Kleine Fuchs oder Nesselfalter liebt Brennnesseln.

Wenn sie erwachsen sind, saugen sie den Nektar mit ihrem Rüssel aus den Blütenkegeln. Wie Bienen tragen sie die Pollen weiter und leisten somit wichtige Bestäubungsarbeit. Aber nicht nur als Nahrung brauchen die Schmetterlinge ein ausgewogenes Nektarpflanzen-Buffet, sondern auch zur Eiablage benötigen sie zahlreiche Futterpflanzen für den Nachwuchs. Nach der Paarung legen Schmetterlinge ihre winzigen Eier direkt auf die Futterpflanzen, damit die späteren Raupen sich sattfressen können. So wandeln sich die Raupen langsam zur Puppe im Kokon, aus dem dann der fertige Falter schlüpft. Leider gibt es immer mehr monotone Steingärten und immer weniger heimische Pflanzenarten in unseren Gärten.


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Bunte Oasen für Bienen auf unseren Balkonen und Terrassen

Der Frühling naht – und damit auch die summenden Bestäuber, die sich für die Nahrungssuche in die Lüfte erheben. Für uns Menschen ist es jetzt an der Zeit, ein großes Buffet für Bienen und Schmetterlinge zu schaffen.

Du brauchst keinen eigenen großen Garten, um einen Beitrag gegen das Insektensterben und für das Mikroklima zu leisten. Mit frischen Kräutern auf der Fensterbank oder farbenfrohe Wildblumen auf Balkon und Terrasse kann leicht Abhilfe für hungrige Bestäuber geschaffen werden. „Rosmarin und Thymian schmecken nicht nur Menschen, sondern auch unseren pelzigen Freunden“, betont Christian Bourgeois, Initiator des Bienenretter-Projektes. Insbesondere mit Mauerpfeffer, Fetthenne oder Ringelblumen tust du Wildbienen und Schmetterlingen einen großen Gefallen. Hummeln lockst du dafür mit einem Strauch Bohnenkraut und Lavendel an. 


Solch ein "intelligenter" Kräuterkasten ist insektenfreundlich und dazu noch küchengeeignet. Lass immer genug blühen und schneide nur die Blätter, nicht aber die Blütenstände ab! Generell sollte bei der Wahl der grünen Ecke darauf geachtet werden, dass die Blüten ausreichend Nektar und Pollen bieten. Im Handel werden oft gefüllte Blumen, nektarlose Geranien oder pollenarme Sonnenblumenarten angeboten. Wie wäre es stattdessen mit einem „wilden Mix“ aus Früh- und Spätblühern, die das ganze Jahr von Bestäubern angeflogen werden können? 


Auch Gärtner*innen profitieren von einer pflegearmen Bienenweide-Mischung aus Wild- und Kulturarten, die mit wenig Wasser und ohne Dünger zufrieden sind. Geeignete Mischungen findest du im Shop der Bienenretter Manufaktur. Besonders freuen sich Blumen über ein sonniges oder halbschattiges Plätzchen. Beim Einpflanzen sollte darauf geachtet werden, dass die Behälter groß genug sind und es eine Abflussmöglichkeit für überschüssiges Wasser gibt. Auf chemische Pestizide sollte verzichtet werden, da sie nicht nur die Schädlinge, sondern auch die Insekten angreifen. So steht deiner bunten Oase nichts mehr im Weg - die Schmetterlinge und Wildbienen werden es uns danken! 


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Aktionsstart "Lass deine Kita oder Schule aufblühen!"

Großzügige finanzielle Unterstützung für Bienenretter des Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung. Die Deutsche Postcode Lotterie fördert das Projekt Bienenretter bereits seit 2017 - dieses Mal mit einem Betrag von 30.000 Euro. Mit dem Geld wird konkret die Aktion zum Weltbienentag 2020 unterstützt.

Projektleiter Christian Bourgeois ist hoch erfreut, dass Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie in Hessen mit dem Kauf ihrer Lose das Bienenretter Bildungsprojekt unterstützen: „Wir freuen uns sehr über eine großzügige Förderung und danken allen Teilnehmern und dem Beirat herzlich!“ Mit der Förderung möchte Bienenretter auf die Situation der Bienen in Deutschland aufmerksam machen und nachhaltiges Handeln fördern. "Zusammen mit Schulen, Kitas und Bürgern wollen wir blühende Bänder und Inseln durch unsere Städte ziehen und somit das Nahrungsangebot für Bienen und Schmetterlinge verbessern", erläutert Bourgeois.


Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Als Soziallotterie setzen wir uns deutschlandweit für den Natur- und Umweltschutz ein. Die Bienenretter Aktion unterstützen wir dank unserer Teilnehmer bereits seit 2017. Das Projekt fördert nicht nur den Artenschutz, es klärt auf und involviert – und das von klein an. Der Weltbienentag ist für uns immer wieder Anlass, um auf den Schutz des bedrohten Insekts hinzuweisen, denn die Biene nimmt eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem ein.“

 

ACHTUNG: Die Aktion haben wir aufgrund der aktuellen Situation ausgesetzt.


Zusammen mit Kitas und Schulen wollen wir blühende Inseln schaffen und somit das Nahrungsangebot für Bienen & Co. verbessert. Diese Aktion richtet sich an Kitas und Schulen. Aufgrund der Corona- Situation ist die Aktion ausgesetzt.