Willkommen beim Bienenretter Bildungs- & Ökologie-Projekt


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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit lernen


Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Artenvielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Das Bienensterben ist ein Spiegelbild des Zustands unserer Umwelt und unserer Gesellschaft.

Bienen Biologische Vielfalt in der Stadt

Lass es aufblühen!


Auch in diesem Jahr läuft unsere Kampagne für mehr Blütenvielfalt in unseren Städten. Aus den Erfahrungen des Bienenretter Projekts haben wir Tipps erstellt, wie Du Bienen auf deinem Balkon oder Garten helfen kannst.

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Bienenretter Bienenerlebnisgarten Lernort Bildung für nachhaltige Entwicklung Frankfurt

Unser Lernort


Bei uns brummt es lauter als zuvor – denn aktuell wird unser BienenErlebnisGarten umgebaut. Hier bieten wir Kita-Gruppen und Schulklassen Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Der Lernort ist bis auf Weiteres geschlossen.
Wildbienen Schutz

Wildbienenschutz


Die Bedeutung der Wildbienen als Bestäuber wurde lange für die Biolgische Vielfalt unterschätzt. Sie arbeiten häufig effizienter als Honigbienen. Vom 'Bienen-sterben' sind sie stark betroffen. Einige Arten sind für immer verschwunden.

Weltbienentagsaktion

Weltbienentag 20. Mai


Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen, um an die Bedeutung von Bienen für Biodiversität und Ernährung für die Menschheit zu erinnern. Zum Aktionstag haben wir eine Webseite weltbienentag.de gestartet.


Hilf den Bienen


Jeder kann etwas tun, damit es Bienen und anderen Insekten bald wieder besser geht. Hier haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die jeder leicht in seinem Alltag umsetzen kann. Finde jetzt deinen Einsatzort als Bienenretter.

Kita und Schule @home

Kita & Schule


Im Rahmen unserer Aktionen bieten wir Kitas und Schulen Mitmachmaterialien. Die altersgerechten Sets lassen sich frei in eigene Lerneinheiten oder den Unterricht einbauen. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis greifbar.

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Mit Deiner Unterstützung hilfst Du bei unserer Bienenretter-Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung und Maßnahmen für Wild- und Honigbienen. Lass uns gemeinsam nachhaltiges Handeln gestalten!



Biene des Monats: Rotpelzige Sandbiene - die Füchsin unter den Wildbienen

Diese Wildbiene ist von April bis Mai auf Trachtpflanzen zu beobachten. Am liebsten nascht die Rotpelzige Sandbiene Nektar und Pollen von Obstbäumen und -sträuchern. 

Foto:  Wikipedia.org CC BY 3.0 (Pauln)
Foto: Wikipedia.org CC BY 3.0 (Pauln)

Die Rotpelzige Sandbiene lebt in lichten Wäldern, fühlt sich aber auch in Parks oder Gärten zwischen Blumenbeeten und Rasenflächen wohl. Am liebsten sammelt diese Wildbiene Pollen und Nektar von Obstbäumen und -sträuchern. „Ab April bis in den Mai kannst du sie an Trachtpflanzen wie Heidelbeere oder Berberitze beobachten“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Die auffällige Bestäuberin trägt einen fuchsroten Pelz, ihr Kopf ist schwarz behaart. „Die Weibchen werden bis zu 14 Millimeter lang, die Männchen etwa 12 Millimeter“, so Bourgeois. Als unterirdisch nistende Art ist die Sandbiene besonders fleißig – so legt sie nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht die Fühler hoch, sondern buddelt für ihre Nachkommen ein tiefes Nest in die Erde. „Dieses Erdnest kann bis zu 50 Zentimeter tief sein“, betont Bourgeois. Geeignete Standorte dafür sind möglichst unberührte Flächen ohne Vegetation, wie beispielsweise an Gräben. „Notfalls buddelt sie sich ihr ein Nest auf einer sandigen Rasenfläche“, so Bourgeois. 

Wenn du dieser Wildbiene unter die Flügel greifen willst, sollte dein Garten extensiv bewirtschaftet werden. „Vorsicht also bei der Gartenarbeit: eine zu starke Bewässerung oder das Umgraben der Erde zerstört die Nester im Boden“, warnt Bourgeois. Je weniger Pflege, desto besser. Dafür freut sich die Rotpelzige Sandbiene über Johannis- oder Stachelbeersträucher. „Und wir Gärtner*innen natürlich auch über eine prächtige Ernte im Sommer“, so Bourgeois.

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Earth Day 2021: Weil jeder Bissen zählt

Heute ist Earth Day, Tag der Erde. In Deutschland steht der globale Gedenktag in diesem Jahr unter dem Motto „Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde“ und betont damit die Relevanz einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Seit 51 Jahren wird der 22. April weltweit genutzt, um auf Umweltproblematiken aufmerksam zu machen und unser Konsumverhalten zu überdenken.

Was steht heute auf deinem Speiseplan? Wo kaufst du ein und wie viel davon landet regelmäßig im Müll? Mit dem diesjährigen Motto „Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde“ stellt der Earth Day die Ernährung in den Mittelpunkt: „Die Erde und das Klima brauchen Zeit, um sich von rücksichtsloser Ausbeutung zu erholen. Jeder Bissen zählt, damit sich die Erde erholen kann", erklärt Thomas Dannenmann, Präsident von Earth Day Deutschland. Der globale Gedenktag hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren und wird mittlerweile in fast 200 Ländern gefeiert.

Erde

In Deutschland werden jährlich über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeschmissen, von denen fast 40 Prozent auf den Endverbraucher zurückzuführen sind – also uns Konsument*innen. Dass wir unsere Teller überhaupt täglich füllen können, haben wir den Bestäubern zu verdanken. „Jeder dritte Bissen hängt von der Bestäubung durch Insekten wie Bienen ab“, so Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Frisches Obst und Gemüse sei sogar fast vollständig abhängig von der Insektenbestäubung. Doch der Einsatz von Pestiziden, die Verbreitung von Monokulturen und die Auswirkungen des Klimawandels lassen Lebensraum und Nahrungsquellen der Bestäuber immer mehr schwinden. „Dies hat zur Folge, dass mittlerweile rund 300 von 560 heimischen Wildbienenarten auf der Roten Liste stehen“, erklärt Bourgeois.

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Pflanze des Monats: Klatschmohn - der rote Bienenmagnet

Die blutrote Mohnblume mit dem schwarzen Kern ist selbst inmitten anderer Pflanzen nicht zu übersehen: Klatschmohn ist ein ständiger Begleiter von Bienenweiden. Auch ohne Nektar zieht die krautige Pflanze Bienen und Schmetterlinge mit seinem reichhaltigen Pollen an.

Diese Wildpflanze stich am Wegrand mit ihren leuchtenden Blüten besonders hervor: der rote Klatschmohn (Papaver rhoeas). „Das auffällige Ackerwildgewächs enthält zwar keinen Nektar, dafür umso mehr wertvollen Pollen für Wild- und Honigbienen“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Die einjährige Pflanze ist oftmals in Begleitung von Kornblumen oder Kornrade an brachliegenden Flächen zu finden. „Du erkennst sie an den gefiederten, blutroten Blättern, die leicht zerknittert aussehen. Der Stängel ist borstig behaart“, so Bourgeois. 

Vielerorts gilt diese Feldblume noch als „Unkraut“. „Dabei ist Klatschmohn ein Muss in jeder Bienenblühmischung“, betont Bourgeois. Früher war die Mohnblume noch vermehrt auf unseren Äckern zu finden. Durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden sind rote Blütenmeere jedoch immer seltener zu sehen.

Biene fliegt zur Mohnblume

„Also ist es an uns, unsere Gärten und Balkone aufblühen zu lassen. Mit dem Pflanzen von Klatschmohn können wir das Pollenangebot für Bestäuber deutlich verbessern“, betont Bourgeois. Die Klatschmohnsamen können von März bis Ende April großflächig auf ein sonniges, windgeschütztes Plätzchen ausgesät werden. Der Platz sollte windgeschützt, der Boden sandig und kalkhaltig sein. „Die winzig kleinen Klatschmohnsamen zählen zu den Lichtkeimern“, erklärt der Bienenretter. Deshalb sollten diese gut auf der Erde angedrückt werden. Auch auf Balkon und Terrasse kannst du mit dem roten Mohngewächs einen auffälligen Farbakzent setzen: „In breiten Töpfen und Kübeln gedeiht der Klatschmohn gut, benötigt jedoch mehr Wasser“, so Bourgeois. Die Keimdauer beträgt etwa zwei bis drei Wochen. „Unter guten Bedingungen wächst das Wildkraut bis zu 60 Zentimeter“, betont er. Ab Mai bis in den August kannst du dich dann über die summenden Besucher freuen – und über die strahlend schönen Feldblumen.

 

 

Text: Elisa Kautzky

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Die bunt betupften Felder sind verschwunden, erleben aber jetzt ihr Revival im Hausgarten

Ackerbeikräuter sind in Deutschland selten geworden. Die bunt betupften Felder aus vielen Kindheitserinnerungen sind verblasst. Mit der Blühmischung “Feldblumen” kannst du jetzt dein Zuhause aufblühen lassen, damit Wildbienen, Schmetterlingen wertvollen Nektar und Pollen auftanken können.

„Leider sind Feldblumen wie die Acker-Lichtnelke oder die Kornblume nur noch selten in unseren Feldern zu sehen“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Die bunt betupften Felder aus der Kindheit vieler Erwachsenen gibt es schon länger nicht mehr. „Die moderne Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden führten zu einem Verschwinden dieser Wildkräuter“, bedauert Bourgeois.

Feldblumen

Einige dieser Ackerbeikräuter sind in Deutschland sehr selten geworden, ausgestorben oder nur noch regional verbreitet. Auch Blühstreifen entlang der Felder, auf denen die wilden Blumen gedeihen und Insekten mit Nektar und Pollen versorgen sollen, bringen oft nicht den gewünschten Erfolg.  Ganz anders verhält es sich in unseren giftfreien Hausgärten. „Auf einer einjährigen Bienenweide im Garten wachsen kräftige und zartblühende niedrigwachsende Ackerkräuter vom Spätfrühling bis zum Sommerende“, erklärt Bourgeois. Dadurch wird der Erhalt der Wildbienen gefördert, die auf diese Wildblumen angewiesen sind. Die Blühdauer mag kürzer als bei anderen Mischungen sein, dafür werden die Blüten von zahlreichen Insekten angeflogen. „Diese Bienenweide ist auch für Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuberinsekten ein guter Pollen- und Nektarlieferant“, so Bourgeois.

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Artenreiche Bienenweide statt grüne Wüsten und Steingärten – lasst uns blühende Tankstellen schaffen

Während wir Menschen im Frühjahr fleißig Vitamin D tanken und die Sonne genießen, begeben sich Bestäuber jetzt auf die Suche nach Pollen und Nektar. Leider fehlt es oft an nahrhaften Pflanzen in unseren Orten - viel zu oft müssen bunte Blumenwiesen grauen Steingärten weichen. Lasst uns gemeinsam blühenden Tankstellen für Bienen & Co. schaffen, denn Veränderung beginnt vor deiner Haustür!

Graue, zugepflasterte Vorgärten mit kurz gemähtem Rasen und ohne Blumen – was für das menschliche Auge vermeintlich gepflegt aussieht, ist für Insekten ein Albtraum. „Durch die Zunahme an Steingärten in unseren Städten und Dörfern fehlt es den Insekten vielerorts an Nahrung und Nistmöglichkeiten. Seit 1990 hat sich die Insektenvielfalt um über 80 Prozent verringert“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Umso wichtiger ist es daher jetzt bienenfreundliche Blumen zu pflanzen, damit die fleißigen Bestäuber das ganze Jahr über mit Pollen und Nektar versorgt werden. „Dabei gilt vor allem ökologischer Nutzen vor Ästhetik. Gefüllte Blumen wie Rosen sehen zwar hübsch aus, bringen den Bestäubern aber herzlich wenig“, erklärt Bourgeois. 

Balkon Küchenkräuter
Platzsparend und effektiv: Küchenkräuter an der Hauswand

Besser sind heimische Wildpflanzen, die nicht nur Farbtupfer ins heimische Pflanzenparadies bringen, sondern auch noch ausreichend Nahrung bieten. Aber nicht nur große Gartenflächen bieten sich für eine Bienenoase an, auch unsere Balkone können wir aufblühen lassen. „Bienen haben kein Problem mit höheren Stockwerken“, so Bourgeois. „Auf dem Balkon sollten die Behälter groß genug sein und eine Abflussmöglichkeit für Wasser bieten, damit sich keine Staunässe bildet“, empfiehlt Bourgeois. Küchenkräuter wie Borretsch und Kapuzinerkresse schmecken den Bienen besonders gut und blühen von Mai bis Oktober.

So eine Saatmischung bietet auch die Bienenretter Manufaktur an. „Dadurch werden die Bestäuber besonders lange mit Nektar und Pollen versorgt“, betont Bourgeois. Zeitgleich profitieren wir Menschen von den Gewürzpflanzen. „Die Kapuzinerkresse enthält viel Vitamin C und eignet sich gut für Salate, während Borretsch beispielsweise ein fester Bestandteil der Frankfurter ‚Grünen Soße‘ ist“, erklärt Bourgeois.


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Biene des Monats: Rostrote Mauerbiene – auffällig anspruchslos

Der leuchtend rot-schwarze Körper dieser Wildbiene sticht zwischen den sanften Frühlingsblüten besonders ins Auge. Die Rostrote Mauerbiene lässt sich ab Februar in Siedlungsnähe beobachten, da sie dort genügend Nahrung und Nistmöglichkeiten findet. Mit nur wenigen Kniffen können wir die fleißige Bestäuberin gebührend unterstützen.

Dieser fliegende Frühlingsbote fällt besonders zwischen den bunten Blüten auf: die Rostrote Mauerbiene. „Diese Wildbiene lässt sich an dem dicht behaarten Hinterleib mit der auffallenden, fast leuchtenden rostroten Farbe erkennen und wird bis zu 10 Millimeter lang“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter.

Bereits ab Februar schwirren diese Bestäuber an Waldrändern, Streuobstwiesen und Feldhecken umher, auf der Suche nach Nist- und Nahrungsmöglichkeiten. „Aber auch im Siedlungsbereich fühlt sich die Rostrote Mauerbiene wohl“, so Bourgeois.

 Ihr Nistverhalten führt sie häufig in die Nähe des Menschen: So nistet die Rostrote Mauerbiene oft in Trockenmauern, verlassenen Käferfraßgängen, Totholz oder zwischen Gestein. „Die Rostrote Mauerbiene profitiert eindeutig von menschlichen Bienenhotels, da sie nicht wirklich anspruchsvoll bei der Wahl ihres Nistplatzes ist“, erklärt Bourgeois. So besetzt diese Biene so manch unerwarteten Hohlraum im Garten oder am Haus - wie beispielsweise Schlüssel- oder Bohrlöcher.


„Unterstützen kann man diese und andere Wildbienenarten mit weiteren Nistmöglichkeiten, beispielsweise durch waagerecht angeordnete Holzröhrchen oder sauber gebohrte Löcher in Laubholzklötze im Garten oder auf dem Balkon“, erklärt Bourgeois.

Wählerisch ist die Rostrote Mauerbiene auch bei der Auswahl der Pflanzen nicht. „Da sie auf keine Pflanzenart so richtig spezialisiert ist, sammelt sie fleißig Nektar und Pollen von allen Pflanzen, die ihr gerade unter den Rüssel kommen“, so Bourgeois. Im Frühling freut sich die Rostrote Mauerbiene über Frühblüher wie Krokusse und schwirrt gerne auch auf Streuobstwiesen umher. „Da die Rostrote Mauerbiene sich bereits bei niedrigen Temperaturen an die Arbeit macht, kann sie mehr frühe Obstblüten als die Honigbiene bestäuben“, betont Bourgeois. Wenn wir in unseren Gärten und auf unseren Balkonen die Nahrungs- und Nistmöglichkeiten für Wildbienen erweitern, werden wir doppelt belohnt – mit einem Blütenmeer und einer üppigen Ernte.

 

Text: Elisa Kautzky

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Licht aus zur „Earth Hour“ – eine Stunde auch für Nachtschwärmer

Jedes Jahr im März schalten Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde ihre Lichter aus. Die Aktion setzt damit seit 2007 ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Also los, Kerzen raus und Lichter aus!

Am 27.März um 20:30 Uhr werden weltweit für eine Stunde die Lichter ausgeknipst. Im Namen der „Earth Hour“ soll dadurch ein globales Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden. „Besonders während der Pandemie wurde uns nochmal verdeutlicht, dass wir unser Verhalten in Bezug auf die Umwelt dringend verändern müssen“, betont Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Im Hinblick auf den Klimawandel gilt es unter anderem Energie zu sparen, um die Treibhausgasemissionen zu senken. „Wie wäre es mal mit einem Abend bei Kerzenschein?“, schlägt Bourgeois vor. Auf den Bienenretter Social-Media-Kanälen haben wir ein Tutorial veröffentlicht, wie sich in nur wenigen Schritten nachhaltige Bienenwachskerzen gießen lassen. 

Weniger Licht tut aber nicht nur der Umwelt gut, sondern auch den nachtaktiven Bewohnern, die unter der steigenden Lichtverschmutzung in den Städten leiden. Lichtverschmutzung bedeutet, dass das natürliche Licht des Mondes durch künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen überlagert wird. Insekten und Vögel verlieren durch das künstliche Licht die Orientierung, was die Partnersuche erschwert und im schlimmsten Fall zum Tod führt. Untersuchungen zeigen, dass neben den nachwärmenden Insekten auch die Pflanzenwelt leidet.

„Bienen und Schmetterlinge orientieren sich am Licht des Himmelskörpers. Bei nachtaktiven Bestäubern führt das zu einer Abnahme der Bestäubungsleistung“, erklärt der Initiator der Bienenretter. Manche Pflanzen werden ausschließlich oder überwiegend von nachtaktiven Insekten bestäubt. „Bleiben diese Bestäuber nun an den Laternen hängen, werden sie zur leichten Beute oder sterben vor Erschöpfung. Die fehlende Bestäubung kann dann zum Aussterben von Pflanzen führen“, betont Bourgeois. Aber auch wir Menschen merken die Auswirkungen der ständigen Bestrahlung von Kunstlicht durch Schlafstörungen oder Krankheiten.


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Blühphasenmonitoring

Wann fangen welche Pflanzen wo an zu blühen? Mithilfe des interaktiven Blühphasenmonitorings können die Blühphasen von Trachtpflanzen langfristig dokumentiert werden. Dadurch können Forschende Rückschlüsse auf die Entwicklung von Bienenvölkern sowie Auswirkungen des Klimawandels auf den Vegetationszyklus ziehen.

Garten- und Naturfans aufgepasst: beim Blühphasenmonitoring sind Forschende jetzt auf jede Unterstützung angewiesen. Dabei kann der Blühstatus sowie der Standort von Trachtpflanzen gemeldet und auf einer Karte markiert werden. „Diese Meldungen geben Imker*innen Auskunft darüber, ab welchem Zeitpunkt Bestäuber bei welchen Blüten Nahrung finden können“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Mithilfe der Daten kann somit die Entwicklung der Bienenvölker besser bestimmt und Störungen durch Arbeiten an den Völkern minimiert werden. „Aber auch der Zusammenhang mit Bienenkrankheiten wie der Varroamilbe wird dadurch besser messbar. Zudem können anhand des Blühphasenmonitorings mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Bestäuber und den Vegetationszyklus der heimischen Pflanzenwelt dokumentiert werden“, ergänzt Bourgeois.

Schlehe / Schwarzdorn
Ende März öffnen sich die ersten Knospen der Schlehenblüten.
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Heute ist Pflanz-eine-Blume-Tag

Der 12. März ist ganz den Blümchen gewidmet: Am Pflanz-eine-Blume-Tag können wir uns und unserer Umwelt eine Freude bereiten, indem wir unsere Gärten und Balkone aufblühen lassen. Mit bienenfreundlichen Pflanzen schaffen wir unseren fleißigen Bestäubern ein kleines Paradies.

Gartenarbeit
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Saat-Aktion "Lass deinen Ort aufblühen!" für Grundschulen gestartet

Grundschullehrer*innen und Päd. Fachkräft aufgepasst:
Unsere Saat-Aktion "Lass deinen Ort aufblühen!" für Grundschulkinder ist heute gestartet. Mit dem Mitmachset entdecken Schüler zusammen mit der Biene Sabine auf einem 24-seitigen Mitmachheft, was ein Insekt ausmacht, warum Wildbienen für Erdbeeren so wichtig sind und warum es in der Natur 10 Jahreszeiten gibt. Mit dem Saatgut "Schmetterlings- und Wildbienensaum" kann eine Fläche von über 50qm eingesät werden und bereits nach einigen Wochen lassen sich dann Bienen beobachten. Niveau: 2. bis 4. Schuljahr. Anfordern können die Sets päd. Fachkräfte aller Bildungseinrichtungen, Vereine und Notbetreuungsangebote u.ä. Nur solange der Vorrat reicht.

Pflanze des Monats: die krautige Kornblume

Diese Pflanze darf in keiner Wildblumenmischung fehlen - passend zum Weltbienentag beginnt die Kornblume bereits im Mai zu blühen. Bis in den September können sich Mensch und Biene an der blauen Feldblume erfreuen.

Mit ihren auffälligen blauen Blüten lockt die Kornblume ab dem Frühsommer hungrige Insekten an. Der Kaltkeimer kann bereits im März ausgesät werden. „So eignet sich die Kornblume gut als Last-Minute-Hilfe für ausgehungerte Bestäuber. Unter guten Bedingungen blüht die einjährige Pflanze bereits nach wenigen Wochen“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Rechtzeitig also für den Weltbienentag am 20. Mai. Bis in den Herbst dient der Korbblütler mit den Glockenblüten den Insekten als Futterquelle. „Der Nektar der Kornblume hat einen besonders hohen Zuckergehalt“, betont Bourgeois. Kornblumenhonig gilt unter Kennern als Geheimtipp. Ebenso wird die blaue Pflanze seit der Antike als Heil- und Gewürzkraut verwendet.

Winterling, Biene

“Die Kornblume ist ursprünglich nicht bei uns einheimisch, sondern ist unbewusst oder bewusst eingeschleppt wurde“, erklärt Bourgeois. Wohl seit der späten Steinzeit wächst sie aber an unseren Getreidefeldern und wurde eine Zeit lang sogar als „Unkraut“ bekämpft. „Die moderne Landwirtschaft sowie der Einsatz von Pestiziden schadet der Wildblume“, so Christian Bourgeois. Blaue Blütenteppiche entlang der Felder werden immer seltener, fast wäre der Korbblütler sogar ausgestorben. „Mittlerweile steht die Kornblume auf der Vorwarnliste und sollte daher nicht mehr vom Wegesrand gepflückt werden“, erklärt Bourgeois.

Damit die Bestäuber ab Mai nicht auf diese wertvolle Nahrungsquelle verzichten müssen, ist es an uns, Gärten und Parks aufblühen zu lassen. „Die Kornblume gedeiht besonders gut auf sonnigen Plätzen mit feuchtem Boden“, so Bourgeois. Gerade in den ersten Tagen nach der Aussaat sollten die Keimlinge täglich gegossen werden, danach reicht eine sparsame Bewässerung. Insgesamt ist die Kornblume recht pflegeleicht und kommt auch mit nährstoffarmem Boden zurecht. „Wohl fühlt sich die Kornblume mit Pflanzennachbarn wie Klatschmohn oder Kamille“, erklärt Bourgeois.

 

 

Text: Elisa Kautzky

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Biene des Monats: Erdhummel - eifrige Erntehelferin

Kaum eine Hummelart ist so weit verbreitet wie die Erdhummel. Der große Brummer findet sich in fast allen Lebensräumen zurecht und fliegt sogar bei Minusgraden. Mit einem hummelfreundlichen Naturgarten können wir die Bestäuber bei ihrer Arbeit unterstützen – immerhin verdanken wir ihr einen Großteil unserer Nahrung.

Gartenhummel an Pflanze

Wenn dir beim Frühlingsspaziergang eine Hummel begegnet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um eine Erdhummel handelt. „Von März bis September lässt sich der Kurzrüssler an zahlreichen Blüten beobachten“, so Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Die Erdhummel zählt zu den Hummelarten, die in Europa am häufigsten vorkommen. Wie die meisten Hummeln hat die Erdhummel einen schwarz behaarten Körper mit weißem Hinterteil. „Auf der Brust trägt die Erdhummel zwei gelbe Streifen, der untere Querstreifen ist besonders breit“, erklärt Bourgeois. Je nachdem, welche Farbnuance die Streifen haben, unterscheidet man zwischen der Dunklen und der Hellen Erdhummel. „Bei der Dunklen Erdhummel ist der gelbe Querstreifen etwas dunkler, bei der Hellen Erdhummel eher zitronengelb“, erklärt Bourgeois.


Bei der Wahl des Lebensraums ist der dicke Brummer nicht gerade wählerisch: Erdhummeln leben bodennah in Wäldern, Wiesen oder Gärten und nisten unterirdisch, „zum Beispiel in alten Mäuseburgen und Maulwurfsgängen“, erzählt Bourgeois. Wurde ein geeignetes Plätzchen gefunden, kann ein Erdhummelvolk bis zu 600 Hummeln zählen. „Dank ihres kräftigen Körperbaus und der dichten Behaarung erzeugt die Erdhummel ausreichend Wärme, um auch in kühleren Regionen zu leben“, erklärt Bourgeois. Somit kann die Erdhummel sogar in Höhenlagen leben. „Und ist oftmals die erste Wildbiene, die im Frühjahr unterwegs ist“, ergänzt Bourgeois.

Bei der Nahrungssuche freut sich die Erdhummel über nektarreiche Blüten auf Obstplantagen als auch über pollenreiche Heckenpflanzen. „Die Erdhummel ist ein wichtiger Bestäuber, da sie bei der Wahl der Pflanzen nicht wirklich wählerisch ist“, erklärt Bourgeois. Damit wir Menschen genügend Obst und Gemüse essen können, wird insbesondere die Dunkle Erdhummel weltweit in der Landwirtschaft eingesetzt. „Sie sind sehr effektiv und besuchen zweimal so viele Blüten pro Minute wie Honigbienen. Für Gewächshäuser werden eigens Hummeln gezüchtet. Das wird allerdings problematisch, wenn sich gezüchtete Hummeln mit freilebenden Arten paaren und heimische Hummelarten verdrängen“, so Bourgeois.

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