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Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit lernen


Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Artenvielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Das Bienensterben ist ein Spiegelbild des Zustands unserer Umwelt und unserer Gesellschaft.

Bienen Biologische Vielfalt in der Stadt

Lass es aufblühen!


Auch in diesem Jahr läuft unsere Kampagne für mehr Blütenvielfalt in unseren Städten. Aus den Erfahrungen des Bienenretter Projekts haben wir Tipps erstellt, wie Du Bienen auf deinem Balkon oder Garten helfen kannst.

Bienenpatenschaft Bienen schützen

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Bienenretter Bienenerlebnisgarten Lernort Bildung für nachhaltige Entwicklung Frankfurt

Unser Lernort


Bei uns brummt es lauter als zuvor – denn aktuell wird unser BienenErlebnisGarten umgebaut. Hier bieten wir Kita-Gruppen und Schulklassen Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Der Lernort ist bis auf Weiteres geschlossen.
Wildbienen Schutz

Wildbienenschutz


Die Bedeutung der Wildbienen als Bestäuber wurde lange für die Biolgische Vielfalt unterschätzt. Sie arbeiten häufig effizienter als Honigbienen. Vom 'Bienen-sterben' sind sie stark betroffen. Einige Arten sind für immer verschwunden.

Weltbienentagsaktion

Weltbienentag 20. Mai


Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen, um an die Bedeutung von Bienen für Biodiversität und Ernährung für die Menschheit zu erinnern. Zum Aktionstag haben wir eine Webseite weltbienentag.de gestartet.


Hilf den Bienen


Jeder kann etwas tun, damit es Bienen und anderen Insekten bald wieder besser geht. Hier haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die jeder leicht in seinem Alltag umsetzen kann. Finde jetzt deinen Einsatzort als Bienenretter.

Kita und Schule @home

Kita & Schule


Im Rahmen unserer Aktionen bieten wir Kitas und Schulen Mitmachmaterialien. Die altersgerechten Sets lassen sich frei in eigene Lerneinheiten oder den Unterricht einbauen. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis greifbar.

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Mit Deiner Unterstützung hilfst Du bei unserer Bienenretter-Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung und Maßnahmen für Wild- und Honigbienen. Lass uns gemeinsam nachhaltiges Handeln gestalten!



Deutschland schwitzt - noch ist aber kein Hochsommer nach dem Phänologischen Kalender

Heute sollte laut phänologischem Kalender der Hochsommer beginnen, wenn es nach den langjährigen Daten des Deutschen Wetterdienstes geht. Als Zeigerpflanze für den Hochsommer steht die Sommer-Linde auf der phänologischen Uhr, die blüht aber noch nicht. 

Wenn die Temperaturen hitzig sind und die Beerenernte auf dem Höhepunkt ist – dann sollte der Hochsommer da sein. Mit der Blüte der Sommer-Linde beginnt laut dem phänologischen Kalender die Zeit des Hochsommers. Im langjährigen Mittel - also dem statistischen Mittelwert der letzten Jahre - wäre dies der 17. Juni. Doch schon die letzten beiden Jahreszeiten haben in diesem Jahr laut Messungen des Deutschen Wetterdienstes später begonnen.

Roter Regenschirm vor blauem Himmel
In Deutschland ist der Hochsommer angekommen - zumindest im Hinblick auf die Temperaturen.
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Biene des Monats: Natternkopf-Mauerbiene - die Pollenspezialistin

Die Natternkopf-Mauerbiene bestäubt ausschließlich eine Pflanzenart. Ab Juni kannst du sie auf den blauen Blüten des Gemeinen Natternkopfes beobachten.

Natternkopf-Mauerbiene auf Natternkopf.
Das Natternkopf-Mauerbienen Weibchen. Foto: CC BY-SA 4.0 von Henry Sonnet

Diese Wildbienenart hat es bei der Nahrungssuche nicht leicht – die Natternkopf-Mauerbiene zählt zu den Bienenarten, die sich nur auf eine spezielle Pflanzenart spezialisiert haben. Somit sammelt diese Bestäuberin nur Pollen und Nektar von dem Gemeinen Natternkopf. Die violett-blauen Blüten dieser Pflanze beginnen im Juni zu blühen. Dann macht sich auch die Natternkopf-Mauerbiene auf die Suche nach Nahrung für sich und ihre Nachkommen. „Damit ist sie wesentlich später unterwegs als andere Wildbienenarten“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative.

Die kleinen Bienchen werden zwischen 8 und 12 Millimeter groß. Während die Männchen eher braun behaart sind, ist der Körper der Weibchen grau mit nur einer leichten Behaarung. „Im Gegensatz zu Honigbienen, die den gesammelten Pollen in ihrem Pollenhöschen verstauen, zählen Mauerbienen zu den Bauchsammlern. Auf der Unterseite ihres Bauches haben sie eine Art ‚Bürste‘, an der der Pollen hängen bleibt“, erklärt Bourgeois.


So speziell wie die Natternkopf-Mauerbiene bei der Nahrungssuche ist, so anpassungsfähig ist sie es bei der Wahl ihres Nistplatzes. Solange in der Umgebung der Natternkopf wächst, gibt sie sich mit einem trockenen und warmen Nistplatz zufrieden. So eignen sich beispielsweise Fugen in Steinmauern und Felswänden oder Hohlräume in Totholz. Aber auch in lehmverputzten Fachwerkhäusern findet sie leicht ein Plätzchen zum Nisten. Meistens ist sie eher an Kiesgruben und Böschungen unterwegs, weil an diesen Plätzen gerne Natternkopf wächst. Zum Teil fliegt diese Wildbiene auf ihrer Suche aber auch im Siedlungsgebiet umher. Das ist unsere Chance, sie bei der Nahrungs- und Nistsuche zu unterstützen!

Die krautige Pflanze mit den violett-blauen Blüten wächst bis zu 100 Zentimeter hoch. In der freien ‚Natur‘ bevorzugt der Gemeine Natternkopf sandige, trockene oder steinige Standorte. Du kannst sie aber auch in einem Kübel auf deinem Balkon oder in einer sandigen Ecke im Garten anpflanzen. Mit einem trockenen, nährstoffarmen Boden kommt sie gut zurecht, solange sie genügend Sonne bekommt. Über etwas Wasser freut sie sich nach der Aussaat, danach ist diese Pflanze sehr anspruchslos.

Neben der Natternkopf-Mauerbiene profitieren dann auch andere Bienen- und Schmetterlingsarten von dem hohen Nektargehalt und der langen Blütezeit des Gemeinen Natternkopfes. Es lohnt sich also, etwas Farbe in den eigenen Balkon oder Garten zu bringen!

 

Blauer Natternkopf
Die violetten Blüten des Natternkopf mit den pinken Staubfäden erinnern an züngelnde Schlangen.

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Weltbienentag 2021: Tag der kleinen Helfer, die Großes leisten.

Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar. Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die gesamte Menschheit. Den 20. Mai haben die Vereinten Nationen (UN) als World Bee Day ausgerufen. Zusammen mit rund 3.000 Kitas und Schulen macht das Bildungsprojekt Bienenretter in diesem Jahr in ganz Deutschland mit Mitmachaktionen aufmerksam. Gleichzeitig startet ein Fotowettbewerb für Erwachsene.

Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar. Die Bedeutung von Bienen als Bestäuber für Biodiversität und Ernährungssicherheit ist elementar für die gesamte Menschheit. Den 20. Mai haben die Vereinten Nationen (UN) als World Bee Day ausgerufen.
Die Vereinten Nationen haben 2018 den ersten Weltbienentag ausgerufen.

Bienen nehmen eine Schlüsselrolle in unserer Natur ein. Der Rückgang der Bestäuber bedroht unsere Umwelt, Wirtschaft sowie Ernährungssicherheit und somit unsere Lebensgrundlagen. „Eine Ursache: Es blüht vielerorts kaum noch. So ist das Nahrungsangebot für Bienen nicht mehr ausreichend”, erklärt Christian Bourgeois, Initiator des Bienenretter Bildungsprojekts. Allzu oft bestimmen öde Steingärten und monotone Rasenflächen das Bild unserer Städte. Andererseits sind oft vermeintlich attraktive Sommerblumen für viele Bienenarten nahezu wertlos. Kleine Blühflächen mit vielfältigen heimischen Blühpflanzen hingegen fördern Wild- und Honigbienen.


Im Corona-Lockdown haben rund 80.000 Kinder und Jugendliche an unterschiedlichen Mitmachaktionen in den vergangenen Wochen teilgenommen. Kita-Gruppen und Schulklassen haben zudem in über 2.000 Orten blühende Inseln geschaffen. „Insgesamt wurde so in den vergangen fünf Jahren bereits eine Fläche von mehr als 15 Millionen Blumenkästen mit Nahrung für Bienen und Insekten geschaffen. Eine großartige Leistung! Vielen Dank an alle Teilnehmer für ihr Engagement", erläutert Bourgeois. Die diesjährige Aktion wurde u.a. mit 30.000 Euro von den Teilnehmern der Deutschen Postcode Lotterie unterstützt.

Fotowettbewerb gestartet

Unter dem Motto „Insektenvielfalt“ startet Bienenretter einen Fotowettbewerb für den Bienenretter-Fotokalender 2022. Den Gewinnern winkt je ein Wildbienen-Beobachtungskasten. Unter allen Teilnehmern werden zusätzliche Preise verlost. Viel Glück!

Gewinnerbilder gestalten den Kalender 2022
Gewinnerbilder gestalten den Kalender 2022

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Biene des Monats: Die Garten-Wollbiene – nistet gern wollig warm

Die Garten-Wollbiene sticht nicht nur äußerlich neben ihren „wilden“ Artgenossen hervor, auch ihre Lebensweise unterscheidet sich von anderen Wildbienenarten. Mit nur wenigen Schritten kannst du ihr in deinem Garten oder Balkon einen Nistplatz schaffen.

Garten-Wollbiene

Mit ihrem schwarz-gelben Körper und der spärlichen Behaarung sieht die Garten-Wollbiene der Gemeinen Wespe zum “Verwespeln” ähnlich. „Der auffällig schwarz-gelb gezahnte Hinterleib ist ganz charakteristisch für diese Wollbienenart“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Unterscheiden kannst du die Garten-Wollbiene aber leicht an ihrem Körperumfang: „Im Gegensatz zur Wespe hat diese Wildbiene keine wirkliche Taille, ist ein bisschen pummeliger und ihre gelben Ringe sind schwarz unterbrochen“, betont Bourgeois. Außerdem sind Wespen staatenbildende Bestäuber mit einer Königin an der Spitze, während die Garten-Wollbiene zu den Solitärbienen zählt. 

Während der Fortpflanzungszeit wird in den Wollbienen-Männchen der Beschützerinstinkt geweckt: dann schwirren die auffälligen Bestäuber patrouillierend vor dem Nistplatz umher, verteidigen ihre Nahrungsvorräte. Bei Bedrohung können sie sogar andere Insekten attackieren. „Dafür haben sie dornige Zacken am Hinterleib, die im Notfall auch eingesetzt werden“, erzählt Bourgeois.  Als Mensch brauch man aber keine Angst zu haben. Währenddessen richtet sich das Weibchen gemütlich ein: Wurde ein schönes Plätzchen in einem Erdloch, einer Felsspalte oder einer Lehmwand zum Nistplatz auserkoren, wird es liebevoll mit Pflanzenwolle ausgestattet.

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Pflanze des Monats: Mariendistel – der lila Hummel-Magnet

Mit ihren violetten Korbblüten zieht die Mariendistel im Sommer viele Insekten an. Wird sie bis Mai ausgesät, blüht die Pflanze schon ab Juli. Aufgrund der hohen Wuchshöhe eignet sich die Distel besonders gut, um Hummeln und Schmetterlinge bei der Bestäubung zu beobachten.

Auf dieser Pflanze krabbeln Bienchen und Hummeln gerne herum: Wie ein kleiner Magnet zieht die Mariendistel in den Sommermonaten allerhand Insekten an. „Insbesondere Hummeln bleiben gerne länger auf den violetten Blüten sitzen“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter.

Mit ihrem guten Nektar- und Pollenwert gehört die Distel zu den besonders nahrhaften Pflanzen für Bestäuber, zudem blüht sie in einer sonst trachtarmen Zeit. Bis zu 1,50 Meter hoch kann dieses Pflanze wachsen, „sozusagen auf Augenhöhe“, betont Bourgeois. Deshalb eignet sie sich ausgezeichnet zum Beobachten und Fotografieren der Bestäuber. „Mit ihren violetten Blüten hebt sie sich farblich gut von den Insekten ab“, so Bourgeois.

Mariendistel, Hummel

Der Korbblütler stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum. Seit dem Mittelalter wird die Mariendistel als Heilpflanze genutzt. So soll sie eine entgiftende Wirkung für Leber, Galle und Darm haben. Aufgrund ihrer positiven Wirkungen in der Medizin wurde sie zur Arzneipflanze des Jahres 2021 in Österreich gekürt. In Deutschland wächst sie vor allem an Feldern, Wegen und Wiesen und kommt mit Trockenheit gut zurecht. So hat sie auch keine großen Ansprüche an den Boden: „Er muss nicht wirklich nährstoffreich sein, oft wächst sie zwischen Stein- und Schuttböden“, erzählt Bourgeois. Über ein sonniges Plätzchen freut sich die violette Distel aber allemal. Wenn du diese Pflanze noch im Mai aussäst, blüht die Mariendistel noch im Juli. So kannst du auf diesem Insektenmagnet schon bald ein paar brummende Bestäuber bei der Arbeit beobachten.

 

Text: Elisa Kautzky

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Biene des Monats: Rotpelzige Sandbiene - die Füchsin unter den Wildbienen

Diese Wildbiene ist von April bis Mai auf Trachtpflanzen zu beobachten. Am liebsten nascht die Rotpelzige Sandbiene Nektar und Pollen von Obstbäumen und -sträuchern. 

Foto:  Wikipedia.org CC BY 3.0 (Pauln)
Foto: Wikipedia.org CC BY 3.0 (Pauln)

Die Rotpelzige Sandbiene lebt in lichten Wäldern, fühlt sich aber auch in Parks oder Gärten zwischen Blumenbeeten und Rasenflächen wohl. Am liebsten sammelt diese Wildbiene Pollen und Nektar von Obstbäumen und -sträuchern. „Ab April bis in den Mai kannst du sie an Trachtpflanzen wie Heidelbeere oder Berberitze beobachten“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Die auffällige Bestäuberin trägt einen fuchsroten Pelz, ihr Kopf ist schwarz behaart. „Die Weibchen werden bis zu 14 Millimeter lang, die Männchen etwa 12 Millimeter“, so Bourgeois. Als unterirdisch nistende Art ist die Sandbiene besonders fleißig – so legt sie nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht die Fühler hoch, sondern buddelt für ihre Nachkommen ein tiefes Nest in die Erde. „Dieses Erdnest kann bis zu 50 Zentimeter tief sein“, betont Bourgeois. Geeignete Standorte dafür sind möglichst unberührte Flächen ohne Vegetation, wie beispielsweise an Gräben. „Notfalls buddelt sie sich ihr ein Nest auf einer sandigen Rasenfläche“, so Bourgeois. 

Wenn du dieser Wildbiene unter die Flügel greifen willst, sollte dein Garten extensiv bewirtschaftet werden. „Vorsicht also bei der Gartenarbeit: eine zu starke Bewässerung oder das Umgraben der Erde zerstört die Nester im Boden“, warnt Bourgeois. Je weniger Pflege, desto besser. Dafür freut sich die Rotpelzige Sandbiene über Johannis- oder Stachelbeersträucher. „Und wir Gärtner*innen natürlich auch über eine prächtige Ernte im Sommer“, so Bourgeois.

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Earth Day 2021: Weil jeder Bissen zählt

Heute ist Earth Day, Tag der Erde. In Deutschland steht der globale Gedenktag in diesem Jahr unter dem Motto „Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde“ und betont damit die Relevanz einer gesunden und nachhaltigen Ernährung. Seit 51 Jahren wird der 22. April weltweit genutzt, um auf Umweltproblematiken aufmerksam zu machen und unser Konsumverhalten zu überdenken.

Was steht heute auf deinem Speiseplan? Wo kaufst du ein und wie viel davon landet regelmäßig im Müll? Mit dem diesjährigen Motto „Jeder Bissen zählt. Schütze was du isst – schütze unsere Erde“ stellt der Earth Day die Ernährung in den Mittelpunkt: „Die Erde und das Klima brauchen Zeit, um sich von rücksichtsloser Ausbeutung zu erholen. Jeder Bissen zählt, damit sich die Erde erholen kann", erklärt Thomas Dannenmann, Präsident von Earth Day Deutschland. Der globale Gedenktag hat seinen Ursprung in den 1970er Jahren und wird mittlerweile in fast 200 Ländern gefeiert.

Erde

In Deutschland werden jährlich über 18 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeschmissen, von denen fast 40 Prozent auf den Endverbraucher zurückzuführen sind – also uns Konsument*innen. Dass wir unsere Teller überhaupt täglich füllen können, haben wir den Bestäubern zu verdanken. „Jeder dritte Bissen hängt von der Bestäubung durch Insekten wie Bienen ab“, so Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Frisches Obst und Gemüse sei sogar fast vollständig abhängig von der Insektenbestäubung. Doch der Einsatz von Pestiziden, die Verbreitung von Monokulturen und die Auswirkungen des Klimawandels lassen Lebensraum und Nahrungsquellen der Bestäuber immer mehr schwinden. „Dies hat zur Folge, dass mittlerweile rund 300 von 560 heimischen Wildbienenarten auf der Roten Liste stehen“, erklärt Bourgeois.

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Pflanze des Monats: Klatschmohn - der rote Bienenmagnet

Die blutrote Mohnblume mit dem schwarzen Kern ist selbst inmitten anderer Pflanzen nicht zu übersehen: Klatschmohn ist ein ständiger Begleiter von Bienenweiden. Auch ohne Nektar zieht die krautige Pflanze Bienen und Schmetterlinge mit seinem reichhaltigen Pollen an.

Diese Wildpflanze stich am Wegrand mit ihren leuchtenden Blüten besonders hervor: der rote Klatschmohn (Papaver rhoeas). „Das auffällige Ackerwildgewächs enthält zwar keinen Nektar, dafür umso mehr wertvollen Pollen für Wild- und Honigbienen“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Die einjährige Pflanze ist oftmals in Begleitung von Kornblumen oder Kornrade an brachliegenden Flächen zu finden. „Du erkennst sie an den gefiederten, blutroten Blättern, die leicht zerknittert aussehen. Der Stängel ist borstig behaart“, so Bourgeois. 

Vielerorts gilt diese Feldblume noch als „Unkraut“. „Dabei ist Klatschmohn ein Muss in jeder Bienenblühmischung“, betont Bourgeois. Früher war die Mohnblume noch vermehrt auf unseren Äckern zu finden. Durch die intensive Landwirtschaft und den Einsatz von Pestiziden sind rote Blütenmeere jedoch immer seltener zu sehen.

Biene fliegt zur Mohnblume

„Also ist es an uns, unsere Gärten und Balkone aufblühen zu lassen. Mit dem Pflanzen von Klatschmohn können wir das Pollenangebot für Bestäuber deutlich verbessern“, betont Bourgeois. Die Klatschmohnsamen können von März bis Ende April großflächig auf ein sonniges, windgeschütztes Plätzchen ausgesät werden. Der Platz sollte windgeschützt, der Boden sandig und kalkhaltig sein. „Die winzig kleinen Klatschmohnsamen zählen zu den Lichtkeimern“, erklärt der Bienenretter. Deshalb sollten diese gut auf der Erde angedrückt werden. Auch auf Balkon und Terrasse kannst du mit dem roten Mohngewächs einen auffälligen Farbakzent setzen: „In breiten Töpfen und Kübeln gedeiht der Klatschmohn gut, benötigt jedoch mehr Wasser“, so Bourgeois. Die Keimdauer beträgt etwa zwei bis drei Wochen. „Unter guten Bedingungen wächst das Wildkraut bis zu 60 Zentimeter“, betont er. Ab Mai bis in den August kannst du dich dann über die summenden Besucher freuen – und über die strahlend schönen Feldblumen.

 

 

Text: Elisa Kautzky

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Die bunt betupften Felder sind verschwunden, erleben aber jetzt ihr Revival im Hausgarten

Ackerbeikräuter sind in Deutschland selten geworden. Die bunt betupften Felder aus vielen Kindheitserinnerungen sind verblasst. Mit der Blühmischung “Feldblumen” kannst du jetzt dein Zuhause aufblühen lassen, damit Wildbienen, Schmetterlingen wertvollen Nektar und Pollen auftanken können.

„Leider sind Feldblumen wie die Acker-Lichtnelke oder die Kornblume nur noch selten in unseren Feldern zu sehen“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Die bunt betupften Felder aus der Kindheit vieler Erwachsenen gibt es schon länger nicht mehr. „Die moderne Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden führten zu einem Verschwinden dieser Wildkräuter“, bedauert Bourgeois.

Feldblumen

Einige dieser Ackerbeikräuter sind in Deutschland sehr selten geworden, ausgestorben oder nur noch regional verbreitet. Auch Blühstreifen entlang der Felder, auf denen die wilden Blumen gedeihen und Insekten mit Nektar und Pollen versorgen sollen, bringen oft nicht den gewünschten Erfolg.  Ganz anders verhält es sich in unseren giftfreien Hausgärten. „Auf einer einjährigen Bienenweide im Garten wachsen kräftige und zartblühende niedrigwachsende Ackerkräuter vom Spätfrühling bis zum Sommerende“, erklärt Bourgeois. Dadurch wird der Erhalt der Wildbienen gefördert, die auf diese Wildblumen angewiesen sind. Die Blühdauer mag kürzer als bei anderen Mischungen sein, dafür werden die Blüten von zahlreichen Insekten angeflogen. „Diese Bienenweide ist auch für Hummeln, Schmetterlinge und andere Bestäuberinsekten ein guter Pollen- und Nektarlieferant“, so Bourgeois.

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Artenreiche Bienenweide statt grüne Wüsten und Steingärten – lasst uns blühende Tankstellen schaffen

Während wir Menschen im Frühjahr fleißig Vitamin D tanken und die Sonne genießen, begeben sich Bestäuber jetzt auf die Suche nach Pollen und Nektar. Leider fehlt es oft an nahrhaften Pflanzen in unseren Orten - viel zu oft müssen bunte Blumenwiesen grauen Steingärten weichen. Lasst uns gemeinsam blühenden Tankstellen für Bienen & Co. schaffen, denn Veränderung beginnt vor deiner Haustür!

Graue, zugepflasterte Vorgärten mit kurz gemähtem Rasen und ohne Blumen – was für das menschliche Auge vermeintlich gepflegt aussieht, ist für Insekten ein Albtraum. „Durch die Zunahme an Steingärten in unseren Städten und Dörfern fehlt es den Insekten vielerorts an Nahrung und Nistmöglichkeiten. Seit 1990 hat sich die Insektenvielfalt um über 80 Prozent verringert“, erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Umso wichtiger ist es daher jetzt bienenfreundliche Blumen zu pflanzen, damit die fleißigen Bestäuber das ganze Jahr über mit Pollen und Nektar versorgt werden. „Dabei gilt vor allem ökologischer Nutzen vor Ästhetik. Gefüllte Blumen wie Rosen sehen zwar hübsch aus, bringen den Bestäubern aber herzlich wenig“, erklärt Bourgeois. 

Balkon Küchenkräuter
Platzsparend und effektiv: Küchenkräuter an der Hauswand

Besser sind heimische Wildpflanzen, die nicht nur Farbtupfer ins heimische Pflanzenparadies bringen, sondern auch noch ausreichend Nahrung bieten. Aber nicht nur große Gartenflächen bieten sich für eine Bienenoase an, auch unsere Balkone können wir aufblühen lassen. „Bienen haben kein Problem mit höheren Stockwerken“, so Bourgeois. „Auf dem Balkon sollten die Behälter groß genug sein und eine Abflussmöglichkeit für Wasser bieten, damit sich keine Staunässe bildet“, empfiehlt Bourgeois. Küchenkräuter wie Borretsch und Kapuzinerkresse schmecken den Bienen besonders gut und blühen von Mai bis Oktober.

So eine Saatmischung bietet auch die Bienenretter Manufaktur an. „Dadurch werden die Bestäuber besonders lange mit Nektar und Pollen versorgt“, betont Bourgeois. Zeitgleich profitieren wir Menschen von den Gewürzpflanzen. „Die Kapuzinerkresse enthält viel Vitamin C und eignet sich gut für Salate, während Borretsch beispielsweise ein fester Bestandteil der Frankfurter ‚Grünen Soße‘ ist“, erklärt Bourgeois.


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Biene des Monats: Rostrote Mauerbiene – auffällig anspruchslos

Der leuchtend rot-schwarze Körper dieser Wildbiene sticht zwischen den sanften Frühlingsblüten besonders ins Auge. Die Rostrote Mauerbiene lässt sich ab Februar in Siedlungsnähe beobachten, da sie dort genügend Nahrung und Nistmöglichkeiten findet. Mit nur wenigen Kniffen können wir die fleißige Bestäuberin gebührend unterstützen.

Dieser fliegende Frühlingsbote fällt besonders zwischen den bunten Blüten auf: die Rostrote Mauerbiene. „Diese Wildbiene lässt sich an dem dicht behaarten Hinterleib mit der auffallenden, fast leuchtenden rostroten Farbe erkennen und wird bis zu 10 Millimeter lang“, erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter.

Bereits ab Februar schwirren diese Bestäuber an Waldrändern, Streuobstwiesen und Feldhecken umher, auf der Suche nach Nist- und Nahrungsmöglichkeiten. „Aber auch im Siedlungsbereich fühlt sich die Rostrote Mauerbiene wohl“, so Bourgeois.

 Ihr Nistverhalten führt sie häufig in die Nähe des Menschen: So nistet die Rostrote Mauerbiene oft in Trockenmauern, verlassenen Käferfraßgängen, Totholz oder zwischen Gestein. „Die Rostrote Mauerbiene profitiert eindeutig von menschlichen Bienenhotels, da sie nicht wirklich anspruchsvoll bei der Wahl ihres Nistplatzes ist“, erklärt Bourgeois. So besetzt diese Biene so manch unerwarteten Hohlraum im Garten oder am Haus - wie beispielsweise Schlüssel- oder Bohrlöcher.


„Unterstützen kann man diese und andere Wildbienenarten mit weiteren Nistmöglichkeiten, beispielsweise durch waagerecht angeordnete Holzröhrchen oder sauber gebohrte Löcher in Laubholzklötze im Garten oder auf dem Balkon“, erklärt Bourgeois.

Wählerisch ist die Rostrote Mauerbiene auch bei der Auswahl der Pflanzen nicht. „Da sie auf keine Pflanzenart so richtig spezialisiert ist, sammelt sie fleißig Nektar und Pollen von allen Pflanzen, die ihr gerade unter den Rüssel kommen“, so Bourgeois. Im Frühling freut sich die Rostrote Mauerbiene über Frühblüher wie Krokusse und schwirrt gerne auch auf Streuobstwiesen umher. „Da die Rostrote Mauerbiene sich bereits bei niedrigen Temperaturen an die Arbeit macht, kann sie mehr frühe Obstblüten als die Honigbiene bestäuben“, betont Bourgeois. Wenn wir in unseren Gärten und auf unseren Balkonen die Nahrungs- und Nistmöglichkeiten für Wildbienen erweitern, werden wir doppelt belohnt – mit einem Blütenmeer und einer üppigen Ernte.

 

Text: Elisa Kautzky

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Licht aus zur „Earth Hour“ – eine Stunde auch für Nachtschwärmer

Jedes Jahr im März schalten Menschen auf der ganzen Welt für eine Stunde ihre Lichter aus. Die Aktion setzt damit seit 2007 ein Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz. Also los, Kerzen raus und Lichter aus!

Am 27.März um 20:30 Uhr werden weltweit für eine Stunde die Lichter ausgeknipst. Im Namen der „Earth Hour“ soll dadurch ein globales Zeichen für den Klimaschutz gesetzt werden. „Besonders während der Pandemie wurde uns nochmal verdeutlicht, dass wir unser Verhalten in Bezug auf die Umwelt dringend verändern müssen“, betont Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Im Hinblick auf den Klimawandel gilt es unter anderem Energie zu sparen, um die Treibhausgasemissionen zu senken. „Wie wäre es mal mit einem Abend bei Kerzenschein?“, schlägt Bourgeois vor. Auf den Bienenretter Social-Media-Kanälen haben wir ein Tutorial veröffentlicht, wie sich in nur wenigen Schritten nachhaltige Bienenwachskerzen gießen lassen. 

Weniger Licht tut aber nicht nur der Umwelt gut, sondern auch den nachtaktiven Bewohnern, die unter der steigenden Lichtverschmutzung in den Städten leiden. Lichtverschmutzung bedeutet, dass das natürliche Licht des Mondes durch künstliche Lichtquellen wie Straßenlaternen überlagert wird. Insekten und Vögel verlieren durch das künstliche Licht die Orientierung, was die Partnersuche erschwert und im schlimmsten Fall zum Tod führt. Untersuchungen zeigen, dass neben den nachwärmenden Insekten auch die Pflanzenwelt leidet.

„Bienen und Schmetterlinge orientieren sich am Licht des Himmelskörpers. Bei nachtaktiven Bestäubern führt das zu einer Abnahme der Bestäubungsleistung“, erklärt der Initiator der Bienenretter. Manche Pflanzen werden ausschließlich oder überwiegend von nachtaktiven Insekten bestäubt. „Bleiben diese Bestäuber nun an den Laternen hängen, werden sie zur leichten Beute oder sterben vor Erschöpfung. Die fehlende Bestäubung kann dann zum Aussterben von Pflanzen führen“, betont Bourgeois. Aber auch wir Menschen merken die Auswirkungen der ständigen Bestrahlung von Kunstlicht durch Schlafstörungen oder Krankheiten.


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