Willkommen beim Bienenretter Bildungs- & Ökologie-Projekt


+++ Wir sind auch im Lockdown für Euch da. Bitte habt bei Bestellungen und Kontakt jedoch etwas Geduld. Bleibt gesund! +++


Bildung für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltigkeit lernen


Eine Welt ohne Bienen wäre undenkbar für unsere biologische Artenvielfalt und damit letzten Endes für unser Überleben. Das Bienensterben ist ein Spiegelbild des Zustands unserer Umwelt und unserer Gesellschaft.

Bienen Biologische Vielfalt in der Stadt

Lass es aufblühen!


Auch in diesem Jahr läuft unsere Kampagne für mehr Blütenvielfalt in unseren Städten. Aus den Erfahrungen des Bienenretter Projekts haben wir Tipps erstellt, wie Du Bienen auf deinem Balkon oder Garten helfen kannst.

Bienenpatenschaft Bienen schützen

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Sinnvolles schenken: Mit einer Patenschaft unterstützt Du die Arbeit von Bienenretter. Mit Deinem Beitrag förderst Du aktiv Schutz und Pflege von Bienen, die Schaffung von Lebensräumen sowie die Bildungsarbeit.


Bienenretter Bienenerlebnisgarten Lernort Bildung für nachhaltige Entwicklung Frankfurt

Unser Lernort


Bei uns brummt es lauter als zuvor – denn aktuell wird unser BienenErlebnisGarten umgebaut. Hier bieten wir Kita-Gruppen und Schulklassen Workshops zum Thema Nachhaltigkeit an. Der Lernort ist bis auf Weiteres geschlossen.
Wildbienen Schutz

Wildbienenschutz


Die Bedeutung der Wildbienen als Bestäuber wurde lange für die Biolgische Vielfalt unterschätzt. Sie arbeiten häufig effizienter als Honigbienen. Vom 'Bienen-sterben' sind sie stark betroffen. Einige Arten sind für immer verschwunden.

Weltbienentagsaktion

Weltbienentag 20. Mai


Die Vereinten Nationen haben den 20. Mai als Weltbienentag ausgerufen, um an die Bedeutung von Bienen für Biodiversität und Ernährung für die Menschheit zu erinnern. Zum Aktionstag haben wir eine Webseite weltbienentag.de gestartet.


Hilf den Bienen


Jeder kann etwas tun, damit es Bienen und anderen Insekten bald wieder besser geht. Hier haben wir einige einfache Tipps zusammengestellt, die jeder leicht in seinem Alltag umsetzen kann. Finde jetzt deinen Einsatzort als Bienenretter.

Kita und Schule @home

Kita & Schule


Im Rahmen unserer Aktionen bieten wir Kitas und Schulen Mitmachmaterialien. Die altersgerechten Sets lassen sich frei in eigene Lerneinheiten oder den Unterricht einbauen. So wird Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis greifbar.

Bienenretter Spenden

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Mit Deiner Unterstützung hilfst Du bei unserer Bienenretter-Bildungsarbeit für nachhaltige Entwicklung und Maßnahmen für Wild- und Honigbienen. Lass uns gemeinsam nachhaltiges Handeln gestalten!



Biene des Monats: Erdhummel - eifrige Erntehelferin

Kaum eine Hummelart ist so weit verbreitet wie die Erdhummel. Der große Brummer findet sich in fast allen Lebensräumen zurecht und fliegt sogar bei Minusgraden. Mit einem hummelfreundlichen Naturgarten können wir die Bestäuber bei ihrer Arbeit unterstützen – immerhin verdanken wir ihr einen Großteil unserer Nahrung.

Gartenhummel an Pflanze

Wenn dir beim Frühlingsspaziergang eine Hummel begegnet, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es sich um eine Erdhummel handelt. „Von März bis September lässt sich der Kurzrüssler an zahlreichen Blüten beobachten“, so Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Die Erdhummel zählt zu den Hummelarten, die in Europa am häufigsten vorkommen. Wie die meisten Hummeln hat die Erdhummel einen schwarz behaarten Körper mit weißem Hinterteil. „Auf der Brust trägt die Erdhummel zwei gelbe Streifen, der untere Querstreifen ist besonders breit“, erklärt Bourgeois. Je nachdem, welche Farbnuance die Streifen haben, unterscheidet man zwischen der Dunklen und der Hellen Erdhummel. „Bei der Dunklen Erdhummel ist der gelbe Querstreifen etwas dunkler, bei der Hellen Erdhummel eher zitronengelb“, erklärt Bourgeois.


Bei der Wahl des Lebensraums ist der dicke Brummer nicht gerade wählerisch: Erdhummeln leben bodennah in Wäldern, Wiesen oder Gärten und nisten unterirdisch, „zum Beispiel in alten Mäuseburgen und Maulwurfsgängen“, erzählt Bourgeois. Wurde ein geeignetes Plätzchen gefunden, kann ein Erdhummelvolk bis zu 600 Hummeln zählen. „Dank ihres kräftigen Körperbaus und der dichten Behaarung erzeugt die Erdhummel ausreichend Wärme, um auch in kühleren Regionen zu leben“, erklärt Bourgeois. Somit kann die Erdhummel sogar in Höhenlagen leben. „Und ist oftmals die erste Wildbiene, die im Frühjahr unterwegs ist“, ergänzt Bourgeois.

Bei der Nahrungssuche freut sich die Erdhummel über nektarreiche Blüten auf Obstplantagen als auch über pollenreiche Heckenpflanzen. „Die Erdhummel ist ein wichtiger Bestäuber, da sie bei der Wahl der Pflanzen nicht wirklich wählerisch ist“, erklärt Bourgeois. Damit wir Menschen genügend Obst und Gemüse essen können, wird insbesondere die Dunkle Erdhummel weltweit in der Landwirtschaft eingesetzt. „Sie sind sehr effektiv und besuchen zweimal so viele Blüten pro Minute wie Honigbienen. Für Gewächshäuser werden eigens Hummeln gezüchtet. Das wird allerdings problematisch, wenn sich gezüchtete Hummeln mit freilebenden Arten paaren und heimische Hummelarten verdrängen“, so Bourgeois.

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Pflanze des Monats: Blausternchen - funkelnder Frühlingsbote

Wenn der Winter sich dem Ende neigt, wird es für die Frühlingsblüher Zeit ihre Köpfchen aus der Erde zu strecken. Das Blausternchen treibt bereits Ende Februar aus, damit die ausgehungerten Bestäuber ab März ihre Nektar- und Pollenvorräte auffüllen können.

Die strahlenden Blüten der Scilla, auch Blaustern oder Blausternchen genannt, bringen Farbe in unsere grauen Städte. Wie die meisten Frühblüher ist das Blausternchen eine beliebte Anlaufstelle für völkerbildende Bienen, die sich langsam auf die Suche nach Nahrung begeben. „Jetzt im Vorfrühling sorgen Nektar und Pollen für den Aufbau und die Stabilisierung der Völker. Aber auch Wildbienen wie die Gehörnte Mauerbiene lieben die bläulichen Blüten“, betont Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. Gerade nach einem langen Winter sind die Bestäuber auf Frühlingsblüher als erste Nahrungsquelle angewiesen.

Winterling, Biene

Die strahlenden Blausternchen fallen aber nicht nur Insekten bei einem Frühlingsflug auf – auch wir Menschen erfreuen uns an den Farbtupfern. Auffällig sind die blühenden Pflanzen-Teppiche der eingebürgerten Art Scilla Siberica in unseren Gärten und Parks. Doch Vorsicht, alle wildwachsenden Arten zählen gemäß der Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Arten. „Das Pflücken von Blausternchen ist tabu“, erklärt Bourgeois. Damit wird auch sichergestellt, dass die blauen Blüten weiterhin eine Nahrungsquelle für Insekten bleiben.

Die winterharten Massenblüher zählen zur Gattung der Liliengewächse und werden im Herbst eingepflanzt. Es gibt weit über 50 Arten des Blausterns. „Das Blausternchen ist relativ unkompliziert im Hausgarten und verbreitet sich auf Rasenflächen schnell“, so Bourgeois. Die Zwiebelblüher bevorzugen ein Plätzchen auf feuchten, nährstoffreichen Boden mit lichtem Schatten. Auf einer Bienenweide lässt sich das blaue Blümchen gut mit anderen Frühblühern kombinieren. „Aber auch in Pflanzenkübeln auf dem Balkon erblühen die duftenden Blausternchen“, betont Bourgeois.

 

Text: Elisa Kautzky

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Sozialtherapeutische Werkstätten unterstützen Bienenretter Manufaktur bei der Kapselabfüllung

Damit wir unsere Orte zum Blühen bringen können, braucht es nicht nur Bienenfreunde, die das Saatgut der Bienenfutterautomaten nutzen - auch fleißige Menschen, die die Kapseln mühevoll von Hand befüllen, leisten einen wichtigen Beitrag gegen das Insektensterben. Aufgrund der großen Nachfrage der Saatgutkapseln hat die Bienenretter Manufaktur nun eine Kooperation mit den "Werkstätten Gottessegen" gestartet. Die sozialtherapeutischen Werkstätten fördern Menschen mit Behinderung und legen großen Wert auf die Arbeit mit Naturstoffen.

Das Netzwerk der Bienenfutterautomaten wird immer größer: An rund 100 Standorten können Bienenfreunde aus den ehemaligen Kaugummiautomaten eine Saatgutkapsel 'to go' ziehen und so die Nahrungsvielfalt für Insekten vergrößern. Doch woher kommen die Mehrweg-Saatgutkapseln eigentlich? "Das Befüllen ist viel Handarbeit. Bisher haben die Mitarbeiter*innen der Frankfurter Bienenretter Manufaktur die Kapseln mit Saatgut befüllt", erläutert Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter.

Aufgrund der großen Nachfrage sind die Bienenretter Manufaktur im Winter 2020/21 eine Kooperation mit den "Werkstätten Gottessegen" eingegangen. "Die Werkstätten haben jüngst die Konfektionierung und den Versand der Saatgutkapseln übernommen. Nun haben wir wieder Kapazität, um uns auf unsere Kernaufgaben zu konzentrieren", erklärt Bourgeois.

Mehrweg-Kapsel wird befüllt

Werkstätten Gottessegen Bochum
Werkstätte Bochum

Die sozialtherapeutischen Werkstätten fördern seit 1973 Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung. Mittlerweile arbeiten in den Werkstätten in Dortmund und Bochum mehr als 650 Menschen mit Unterstützungsbedarf. Verteilt auf vier Standorte bieten die Werkstätten individuell Förderungsangebote, um die Menschen mit Unterstützungsbedarf auf eine spätere berufliche Arbeit vorzubereiten. "Die Werkstätten arbeiten auf der Basis der anthroposophischen Sozialtherapie, bei der Arbeitsinhalte, Arbeitsgeschwindigkeit und die Produktionsmenge an die Möglichkeiten der Menschen bestens angepasst werden", erklärt Anke Gerwing, Verantwortliche für Vertrieb, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Werkstätten Gottessegen. Hierfür eigne sich insbesondere die Herstellung von Eigenprodukten unter Verwendung von Naturmaterialien. "Holz, Schafwolle, Bienenwachs und Lebensmittel in Bio-Qualität sind die Grundlagen der Produkte, die hier produziert werden", betont Gerwing.


Neben der Produktion von Holzmöbeln, Spielzeug oder Kaffee betreiben die Werkstätten einen Bio-Gemüsehof und eine Mosterei. "Außerdem haben wir eigene Bienenvölker. Da liegt es nahe, dass die Werkstätten auch die Bienenretter unterstützen", sagt Gerwing. Sowohl die Mosterei als auch die Gärtnerei kooperieren mit örtlichen Imkern und sind auf die Bestäubungsleistung der Bienen angewiesen. "Speziell für die Mosterei ist dies sehr wichtig, weil wir mittlerweile über eine - wenn auch kleine - Demeter-Apfelplantage verfügen", erklärt Gerwing stolz. Für die Herstellung der Fruchtaufstriche werden die Beeren selbst angebaut. "Der Honig wird für den eigenen Verzehr und die Vermarktung verwendet", so Gerwing.

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Welttag der Hülsenfrüchte - Wertvolle Nahrungsquelle für Mensch und Tier

Erbsen, Bohnen und Linsen stehen insbesondere bei Vegetarier*innen und Veganer*innen regelmäßig auf dem Essensplan. Ohne Hülsenfrüchte sähe nicht nur unsere Nahrungsvielfalt sehr viel ärmer aus – auch die Insekten erfreuen sich an den Blüten der Nährstofflieferanten. Seit 2018 gilt der 10. Februar als UN-Welttag der Hülsenfrüchte und betont die wertvolle Rolle dieser Nahrungsquelle.

Hülsenfrüchte
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Es summt und brummt im Home-Office

Als Vorbereitung auf den UN-Weltbienentag haben über 40.000 Kita- und Grundschulkinder an der Bienenretter-Aktion teilgenommen. Bundesweit wurden knapp 1.200 Bildungseinrichtungen mit Lernmaterial versorgt. So konnten die jungen Bienenfans trotz des Lockdowns ihr Wissen über Bestäuber & Co. erweitern - egal ob in der Notbetreuung oder im Kinderzimmer.

Ausmalbroschüre Weltbienentag

Eine Welt ohne Bienen? Das können sich die kleinen Bienenretter nicht vorstellen, die in den letzten Wochen an unserer Aktion "Weltbienentag @home" teilgenommen haben. Mit kostenfreien Lern- und Bastelmaterialien konnten Kita- und Grundschulkinder sich spielerisch auf den 20.Mai vorbereiten. "Die vorgezogene Aktion war ein überwältigender Erfolg", freut sich Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative. "In nur wenigen Wochen waren alle Pakete vergriffen, sodass wir sogar welche nachdrucken mussten", erzählt Bourgeois. War der Kita- oder Schulbesuch keine Option, kam das Lockdown-Lernpaket dank engagierter Mitarbeiter in den Einrichtungen eben nach Hause.


"Wir wollen die pädagogischen Fachkräfte unterstützen, indem wir einen Beitrag zur Wissensvermittlung im Home-Office leisten", erklärt Bourgeois. "Schon im ersten Lockdown haben wir mit einer ähnlichen Aktion gute Erfahrungen gemacht." Doch auch wenn wir Menschen unser Leben größtenteils in die eigenen vier Wände verlagert haben, gilt das nicht für die fleißigen Bestäuber. "Die Biene nimmt eine Schlüsselrolle in der Natur und auch in unserem Alltag ein. Weltweit sind rund 75 Prozent der Nutzpflanzen von Insektenbestäubung abhängig", betont Bourgeois. Doch statt blühender Wildblumenwiesen finden die fleißigen Insekten oft nur Betonflächen und Steingärten in unseren Städten vor. "Grün sind oft nur noch monotone Rasenflächen, die weder Nist- noch Nahrungsmöglichkeiten bieten", bedauert Bourgeois. Umso wichtiger sei es daher, dass die Kinder schon von klein auf lernen, welche Rolle die  Bestäuber für die biologische Vielfalt einnehmen. "Mit den Blühmischungen in unseren Mitmachsets wollen wir die grauen Städte zum Blühen bringen", erklärt Bourgeois.


Aufgrund der Verlängerung des Lockdowns wird auch die Aktion zum Weltbienentag verlängert: "Dafür haben wir ein neues Mitmachheft 'Biene Sabine im BienenErlebnisGarten' erstellt", verrät der Bienenretter-Initiator. Auf 20 Seiten entdecken die jungen Bienenfans dort, welche Bienen in einem Bienenstock leben, wie Bestäubung funktioniert und der Honig ins Glas kommt. Ein Bastelbogen sowie Sticker und Rätsel ergänzen das Heft. Mitarbeiter*innen von Bildungseinrichtungen, Kitas und Grundschulen können das Paket für 20 Kinder kostenfrei bestellen.

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Pflanze des Monats: Das schimmernde Schneeglöckchen

Kaum ein Pflänzchen bereitet Menschen und Insekten im Frühjahr so viel Freude wie das Schneeglöckchen - sogar ein Orchesterlied wurde dem Frühblüher gewidmet. Während die weißen Blümchen für uns Menschen den Frühling einläuten, sind einige Bestäuberinsekten zum Jahresbeginn auf diese wertvolle Nahrungsquelle angewiesen.

Schneeglöckchen und Honigbiene

Als eine der ersten Pflanzen streckt das Schneeglöckchen bereits ab Februar sein Köpfchen aus der Erde. Mit seinem zarten Duft lockt der Frühlingsbote bis in den März ausgehungerte Insekten an. "Durch starke UV-Reflexionen der Blütenblätter hebt sich die Pflanze im weißen Schnee für Blütenbesucher ab. Das menschliche Auge kann UV-Licht nicht wahrnehmen, daher scheint uns die Blüte im Schnee nur in Weißtönen", erklärt Christian Bourgeois, Initiator von Bienenretter.

Der botanische Name Galanthus leitet sich vom griechischen "gala" für Milch und "anthos" für Blüte ab. Das milchweiße Schneeglöckchen zählt zur Klasse der Geophyten. "Das sind Erdpflanzen, die ihre Speicherorgane - in diesem Fall Zwiebeln - unterirdisch bilden, um die winterliche Kälte zu überdauern", erläutert Bourgeois.


 Zusätzlich hat das Frühlingsglöckchen seinen eigenen Frostschutz: an den glockenartigen Blütenblättern rutscht der Schnee leicht ab. Gleichzeitig stellt die Pflanze in ihren Zellen eine eigene Schutzlösung aus Aminosäuren und Zucker her, die das Gefrieren des Wassers verhindert - ähnlich wie bei Frostschutzmitteln für Autos. Außerhalb unserer Gärten findest du den weißen Frühlingsboten an Waldrändern und Lichtungen. Er bevorzugt einen halbschattig bis sonnigen und feuchten Standort - dann kann das Schneeglöckchen bis zu 30 Zentimeter groß werden.

 Eingepflanzt werden die Zwiebeln der winterharten Pflanze im Herbst. Aber Achtung - die Zwiebel und weitere Pflanzenteile sind leicht giftig und sollte nicht in die Hände von Kindern gelangen. Anspruchsvoll ist das Schneeglöckchen nicht - es kann sich selbst mit dem Wasser von geschmolzenem Schnee versorgen. Da zum Jahresbeginn kaum andere Pflanzen blühen, ist das Schneeglöckchen konkurrenzschwach. So kann es in aller Ruhe genügend Sonnenlicht einfangen, bevor andere Pflanzen austreiben und den Bestäubern als weitere Nahrungsquelle dienen.

 

Text: Elisa Kautzky

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Biene des Monats: Gartenhummel

Von März bis Mitte Mai kannst du die Gartenhummel-Königin bei der Nistplatzsuche beobachten. Mit ihrem langen Rüssel und den drei goldenen Streifen lässt sie sich gut von anderen Hummeln unterscheiden.

Gartenhummel an Pflanze

Ob purpurrote Taubnessel oder fliederfarbener Wiesenklee - bei der Nahrungssuche bevorzugt die Gartenhummel vor allem Lippen- und Schmetterlingsblütler. Mit ihrem 15-20 Millimeter langen Rüssel kann sie problemlos den Nektar aus langen Blütenröhren heraussaugen.

Bis zu 100 Arbeiterinnen leben gemeinsam in einem Gartenhummel-Volk. "Von April bis in den August lässt sich die Gartenhummel gut an Salbei und großblütigen Disteln beobachten", verrät Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Im Frühjahr freut sich die ausgehungerte Hummel über blau-weiße Sternhyazinthen, Wildkrokusse aller Art oder den sonnengelben Huflattich. 


"Auffällig sind bei dieser Hummelart die drei goldgelben Streifen auf der schwarzen Brust, das Hinterteil ist weiß behaart", beschreibt Bourgeois. Die langrüsselige Hummel wird bis zu 16 Millimeter groß und ist europaweit verbreitet. "Die Gartenhummel kann in verschiedenen Biotopen leben", erklärt Bourgeois. Dennoch ist sie vermehrt in Lebensräumen unterwegs, die vom Menschen gestaltet wurden - vorausgesetzt sie kann dort von Nektar und Nistmöglichkeiten profitieren. Vielleicht ist dir diese Hummel bereits in Gärten, Parks oder Streuobstwiesen begegnet?

In Siedlungsgebieten aber auch an Waldrändern, Dämmen und Böschungen kannst du die fleißige Hummel bei der Arbeit beobachten. Die nistplatzsuchenden Königinnen fallen von März bis Mitte Mai in unseren Gärten auf, danach tauchen die etwas kleineren Arbeiterinnen auf. Nistmöglichkeiten findet die unkomplizierte Hummel sowohl unter-, als auch oberirdisch. So lässt sie sich bevorzugt in Hohlräumen wie verlassenen Mäuseburgen und Vogelnestern nieder oder nistet sich menschennah in Gebäuden, Scheunen und Dachböden ein.

 

Text: Elisa Kautzky

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Deutsche Postcode Lotterie fördert Bienenretter zum Weltbienentag

Großzügige finanzielle Unterstützung für Bienenretter des Frankfurter Instituts für nachhaltige Entwicklung. Die Deutsche Postcode Lotterie fördert das Projekt Bienenretter bereits seit 2017 - dieses Mal mit einem Betrag von 30.000 Euro. Mit dem Geld werden konkret Aktionen zum Weltbienentag 2021 unterstützt.

Biene, Blumen, Weltbienentag

Projektleiter Christian Bourgeois ist hoch erfreut, dass Teilnehmer der Deutschen Postcode Lotterie in Hessen mit dem Kauf ihrer Lose das Bienenretter Bildungsprojekt unterstützen: "Wir freuen uns sehr über eine großzügige Förderung und danken allen Teilnehmern und dem Beirat herzlich!" Mit der Förderung möchte Bienenretter auf die Situation der Bienen in Deutschland aufmerksam machen und nachhaltiges Handeln fördern. "Zusammen mit Schulen, Kitas und Bürger wollen wir auch in Zeiten geschlossener Einrichtungen das Wissen über Bienen und Biologische Vielfalt bei Kindern fördern", erläutert Bourgeois. 

Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: "Als Soziallotterie setzen wir uns deutschlandweit für den Natur- und Umweltschutz ein. Die Bienenretter Aktion unterstützen wir dank unserer Teilnehmer bereits seit 2017. Das Projekt fördert nicht nur den Artenschutz, es klärt auf und involviert - und das von klein auf. Der Weltbienentag ist für uns immer wieder Anlass, um auf den Schutz des bedrohten Insekts hinzuweisen, denn die Biene nimmt eine zentrale Rolle in unserem Ökosystem ein."


Aufgrund des Lockdown startet die erste Aktion mit dem Lernpaket "Sabine und ihre Freunde" sofort. Damit versorgt werden neben Kita- und Schulkindern in der Notbetreuung auch diejenigen Kinder, die nun Zuhause bleiben müssen. "So lernen die kleinen Bienenfans beispielsweise Hummeln anhand ihrer Farbe zu bestimmen", verrät Bourgeois. Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen, Kitas und Schulen können wahlweise ein Set mit Lernmaterialien für 30 oder 60 Kinder kostenfrei bestellen und an ihre Kinder nach Hause weiterleiten.

Lernen auf Distanz - Lockdown-Lernpaket fürs Kinderzimmer

Ab sofort können Bildungseinrichtungen, Kitas, Grundschulen und Vereine das Bienenretter-Mitmachset für den Lockdown anfordern. Damit sollen bundesweit sowohl Kinder in Notbetreuungen, als auch im Homeoffice mit Lernmaterialien versorgt werden.

Als Vorbereitung auf den Weltbienentag am 20.Mai haben Bienenretter ein neues Bildungspaket erstellt. "Zusammen mit Schulen, Kitas und Bürgern wollen wir auch in Zeiten geschlossener Einrichtungen das Wissen über Bienen und Biologische Vielfalt bei Kindern fördern", erläutert Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter.

Mit dem kostenlosen Lockdown-Lernpaket möchten Bienenretter insbesondere Familien und Bildungseinrichtungen in Notbetreuungen und im Homeoffice unterstützen.


 Das Mitmachset enthält zwei Malhefte je Kind sowie für die Zeit nach dem Lockdown für die Gruppe ein Plakat, Blühmischungen und ein Zaunschild. Beim Ausmalen des Heftes "Biene Sabine und ihre Hummelfreunde" können die kleinen Bienenfans der Biene Sabine helfen, ihre Hummelfreunde zu finden. Somit lernen die Kinder spielerisch Hummeln anhand der Farbe ihrer Pelze zu bestimmen. Anhand des zweiten Ausmalhefts "Biene Sabine und das Zuhause ihrer Freunde" lernen die jungen Bienenretter, dass jede Wildbiene anders aussieht und können das passende Zuhause zuordnen. "Das Plakat 'Was brummt denn da' unterstützt die Kinder später in der Einrichtung die Farben zu merken und macht sich gut als dauerhafte Bestimmungshilfe", betont Bourgeois.


Mit den beiliegenden Blühmischungen können die Bienenfans gemeinsam mit pädagogischen Fachkräften eine Fläche oder Blumenkübel bienenfreundlich gestalten. Dadurch leisten die Kinder einen direkten Beitrag zur Verbesserung der Blühvielfalt in den Städten. Mit dem Bienenretter Zaunschild sichern die Kinder nicht nur den Standort der ausgesäten Pflanzen, sondern auch ihr Selbstwertgefühl, wenn die ersten Blümchen pünktlich zum Weltbienentag die Köpfe aus der Erde stecken.

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Biene des Monats: Baumhummel

Diese Hummel hat keine Höhenangst: die Baumhummel ist gerne in Höhenlage unterwegs und nistet oberirdisch. Dafür macht sich die freche Hummel auch schon mal in einem Vogelnest breit. 

Dieser dicke Brummer schätzt eine gute Aussicht: Die Baumhummel kann im Hochgebirge auf bis zu 200 Meter hoch fliegen. In lichten Wäldern und Waldrändern zwischen den Bäumen fühlt sich diese Hummel am wohlsten - daher auch der Name. "Häufiger brummt sie auch in Parks und Gärten herum", erzählt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Die Brust der Baumhummel ist so braun wie ein Baumstamm, der restliche Körper - bis auf das weiße Hinterteil - tiefschwarz. "Auffällig ist bei der Baumhummel das braune Haarbüschel im Gesicht", erklärt der Bienenretter. Von März bis August lässt sie sich gut an Beerensträuchern und Rosen beobachten.


Bis zu 400 Tiere gehören zu einem Baumhummelvolk, von denen die einzelnen Brummer bis zu 18 Millimeter groß werden. Baumhummeln nisten oberirdisch und finden meist problemlos einen Nistplatz. "Zum Beispiel in Nistkästen von anderen Tieren, in alten Vogelnestern und Baumhöhlen", so Bourgeois. Dafür vertreibt die freche Hummelkönigin auch schonmal den ein oder anderen Vogel aus dem Nest. "Wenn es sein muss, findet sie auch ein Plätzchen in Mauerspalten oder Dachböden", ergänzt der Bienenretter. Im Vergleich zu anderen Hummelarten ist die Baumhummel leicht reizbar. "Aber nur, wenn sich jemand dem Nest zu kritisch nähert, was typisch für oberirdisch nistende Arten ist", erklärt Bourgeois. Gefährlich ist sie also nicht - bloß eine wachsame Verteidigerin.

Text: Elisa Kautzky

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Pflanze des Monats: Winterling - Hoffnungsträger für Insekten

Mit seinen gelben Blüten lockt der Winterling im Frühjahr die ersten Bestäuber an. Der Pollen der krautigen Pflanze enthält viel Zucker und somit wertvolle Energie für die fleißigen Bienchen.

Der gelbe Winterling ist eine der ersten Pflanzen, die im neuen Jahr in Parks und Gärten erblüht. Für die Bestäuber ist die krautige Pflanze eine wichtige Anflugstelle, um sich mit Energie zu versorgen. "Der Pollen des Winterlings kann bis zu 26 Prozent Zucker enthalten", erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. "Diese Energie können Bienen zum Start ins neue Jahr gut gebrauchen", so Bourgeois. Die Temperaturschwankungen durch den Klimawandel bringen Pflanzen und Bienen immer mehr durcheinander. Sobald es wärmer wird, gilt das für die Honigbienenköniginnen als Brutsignal. "Sind Wintermonate zu warm, fangen die Königinnen zu früh mit dem Brüten an", erzählt Bourgeois. 

Winterling, Biene

Dafür brauchen die Bestäuber die Energie von frischem Nektar und Pollen. "Wenn aber nichts blüht, ist der Honigvorrat ganz schnell weg. So kann ein ganzes Bienenvolk zusammenbrechen", betont der Bienenretter. Frühblüher wie der Winterling sind für Insekten wahre Hoffnungsträger, "da sie nicht kälteempfindlich sind", so Bourgeois. Das giftige Hahnenfußgewächs wird bis zu zehn Zentimeter groß. "Bei Pflanzen der Knöllchen muss man etwas aufpassen, da sie schnell austrocknen", erklärt er. Am besten lagert man diese vor dem Einpflanzen über Nacht in lauwarmem Wasser. Der Winterling mag es sonnig bis halbschattig und vermehrt sich mit etwas Geduld recht schnell. "Oft bekommen Gartenbesitzer*innen fast Panik, weil sich die Pflanzen nach ein paar Jahren plötzlich so stark ausbreiten", erzählt Bourgeois.

Ursprünglich ist der Winterling nicht heimisch bei uns, also ein Neophyt. "Darunter zählen alle Pflanzen, die ab 1492 - nach der Entdeckung Amerikas - bei uns angesiedelt wurden", erklärt der Bienenretter-Initiator. Manche invasiven Neophyten haben sich seitdem unkontrolliert vermehrt und heimische Arten verdrängt. "Andere Arten wie der Winterling haben sich gut bei uns im System eingefunden und gelten als eingebürgert", erklärt Bourgeois. Inzwischen hätten Wissenschaftler*innen aber auch bei der Neophyten-Problematik eine andere Herangehensweise: Durch den Klimawandel fängt man an umzudenken, da nun bei uns auch Pflanzen wachsen, die es früher nur im Mittelmeerraum gab.

 

Text: Elisa Kautzky

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Biene des Monats: Wiesenhummel - klein, aber oho!

Die Wiesenhummel-Königin ist eine der ersten Hummeln, die sich im Frühjahr auf die Suche nach Nektar begibt. Ab März kannst du die gelb-gestreiften Insekten bei der Bestäubung von Taubnesseln, Kastanien oder Obstbäumen beobachten.

Wiesenhummeln gehören zu den kleineren Hummelarten: Die Arbeiterinnen und Drohnen dieser Art werden nur bis zu 14 Millimeter groß. Eine Erdhummel-Arbeiterin zum Vergleich zählt etwa 17 Millimeter. Fleißig ist die kleine Hummel aber allemal - knapp 130 Pflanzenarten werden von ihr bestäubt.

 

"Von März bis Juli lässt sich die Wiesenhummel gut beobachten, zum Beispiel an Kirsch- und Apfelbäumen", erklärt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter. Aber auch der Nektar von Taubnesseln, Rotklee oder Kastanien schmeckt der Wiesenhummel gut.


Die fleißige Hummel schwirrt jedoch nicht nur zwischen Obst- und Blumenwiesen umher, wie es ihr Name vermuten lässt - auch in Parks, Gärten und lichten Wäldern fühlt sie sich wohl. "Deshalb wird sie auch Kleine Waldhummel genannt", erzählt Bourgeois. Neben ihrer Größe erkennt man die Wiesenhummel an dem orangenen Hinterleib. "Zwei leuchtend gelbe Streifen auf der Brust unterscheiden sie von der Steinhummel", ergänzt Bourgeois.

Bis zu 120 Tiere können in einem Volk der Wiesenhummel leben. Nach der Paarung suchen sich die jungen Königinnen  einen Überwinterungsplatz im Herbst. Die Wiesenhummel bevorzugt meist oberirdische Nistplätze in Mauern, unter Büschen oder Hecken. Im zeitigen Frühjahr begeben sich die Königinnen auf die Suche nach einem neuen Nistplatz.

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