Hummeln

Die dicken Brummer sind große Nützlinge. In Deutschland leben etwa 30 Hummelarten. Aber nur noch sieben sind häufig anzutreffen. Alle Hummeln stehen deshalb unter Schutz. Die Hauptgründe für den Rückgang sind auch hier Nahrungsmangel, Vernichtung von Lebensraum und die Auswirkungen einer industriellen Landwirtschaft, aber in den Gärten der Deutschen blüht es weniger.

Die sozialen Wildbienen

Soziale Bienen wie die Hummeln leben in Gemeinschaften und haben enge Beziehungen zueinander. Sie leben sozial, bilden also Völker. Im Gegensatz zu den sonst alleinlebenden Wildbienenarten. Blütennektar dient ihnen als Flugbenzin und Pollen als Futter für die Nachkommen. Hummeln sind sehr friedlieben, obwohl sie auch einen Stachel zur Verteidigung besitzen.

 

Im zeitigen Frühjahr sind die auffällig großen Hummelköniginnen auf Nestsuche und lassen sich dann oft gut beobachten. Sie gründet dann ein neues Volk mit Arbeiterinnen, in dem im Spätsommer neue Königinnen schlüpfen. Wer einer geschwächter Königin im Frühjahr mit etwas Zuckerfasser wieder auf die Beine hilft, rettet somit ein ganzes Volk.

Sind Silberlinden giftig für Hummeln?

Anfang August - am Ende der Blütezeit - liegt oft unter Silberlinden (Tilia Tomentosa) in Dörfern und Städten eine große Anzahl von geschwächten oder toten Hummeln. Lange glaubte man, dass der Nektar dieser fremdländischen spätblühenden Lindenart giftig sei. Das ist aber nicht der Fall. Vielmehr ist dies ein Zeichen dafür, dass es zu dem Zeitpunkt an den Orten keine anderen ausreichenden Nahrungsquellen mehr gibt.

 

TIPP:  Lavendel für Hummeln pflanzen! Mit spätblühenden Lavendelbüschen in unmittelbarer Nachbarschaft zu Stadt-Silberlinden kann man versuchen, die Futtersituation zu verbessern und somit das Phänomen lindern.


Tipps für einen Hummelfreundlichen Garten:

  • Sie brauchen eine kontinuierliche Nahrungsversorgung vom Frühjahr bis in den Herbst. Kritisch sind das zeitige Frühjahr und besonders der Sommer. Schwerpunkt bei Pflanzenauswahl sollte daher eine Blütezeit ab Februar/März und ab Juni sein.

  • Die meisten Hummeln bevorzugen mehrjährige Blumen. Kräuter und traditionelle Bauerngartenpflanzen sind ideal.

  • Blühpflanzen der gleichen Art in großen Gruppen pflanzen, so mögen es die kleinen Brummer, das spart zudem Energie bei der Nahrungssuche.

  • Eine Auswahl von Blüten in verschiedenen Formen anbieten (z.B. rohr-, trichter-, glockenförmig und Lippenblüte), da unterschiedliche Hummelarten unterschiedliche Rüssellängen aufweisen.

  • Wenn möglich, sollte ein Teil des Gartens als Wilde Ecke weniger intensiv gepflegt und genutzt werden, das erfreut viele Nützlinge.

  • Auch aus einem monotonen Rasen lässt, sich eine bunte pflegeleichte Blumenwiese anlegen. Auch ein abgeerntetes Gemüsebeet kann in kurzer Zeit dank einjähriger Blumen bunt für Bienen aufblühen.

 

Was Hummeln nicht mögen:

  • Insektizide - jede Art von Giften sollte im Haus und Garten tabu sein (auch wenn Bio oder Bienenunschädlich draufsteht).

  • Die typischen (Baumarkt-)Beetpflanzen: Petunien, Begonien, Fleißige Lieschen, Pelargonien, Stiefmütterchen, usw.

  • Gefüllte Blüten (Blumen, wo Staubblätter durch Reihen von Blütenblätter ersetzt wurden, wie Rosen, Dahlien, Pfingstrosen )

  • Andere hybride Gartenbauneuheiten.

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