Du möchtest einen Balkonkasten bepflanzen, kennst dich aber noch nicht so aus, welche Pflanzen sich nebeneinander vertragen? Das erfährst du hier.
Ein gut bepflanzter Blumenkasten bringt Farbe auf den Balkon – und hilft gleichzeitig dabei, unsere Städte ein Stückchen blühender zu machen.
Mit der richtigen Kombination können sich Pflanzen sogar gegenseitig unterstützen. Idealerweise ist er bienenfreundlich und sieht trotzdem gut aus. Die falsche Mischung hingegen kann schnell nach hinten losgehen.
Worauf muss ich beim Blumenkasten achten?

Wichtig ist vor allem, dass die Blumen ähnliche Ansprüche an Sonne, Wasser und Nährstoffe haben. Auch die Frage, ob Pflanzen regelmäßig gedüngt werden müssen oder winterfest sind, spielt eine Rolle. Wer Arten mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen mischt, riskiert, dass einige Pflanzen schnell eingehen
Auch optisch lohnt es sich, die Auswahl etwas zu planen. Farben, Blütengrößen und Wuchsformen bestimmen, ob der Kasten harmonisch wirkt oder eher unruhig. Wenn alle Pflanzen gleich aussehen, wirkt der Kasten schnell monoton. Zu viele kräftige Farben können dagegen chaotisch wirken.

Ein guter Trick ist, eine Hauptfarbe, eine zweite Farbe und weiße Blüten zu kombinieren – Weiß passt fast immer dazu.
Neben der Optik wollen viele natürlich auch etwas für Insekten tun. Deshalb sollten möglichst auch nektarreiche Pflanzen im Blumenkasten wachsen. Eine schöne und bienenfreundliche Mischung ist zum Beispiel Lavendel, Duftsteinrich und Kapuzinerkresse. Diese Pflanzen sind relativ pflegeleicht und werden gerne von Bienen und Schmetterlingen besucht.
Sonne oder Schatten?
Bevor du Pflanzen kaufst, solltest du überlegen, wie viel Sonne dein Balkon bekommt. Manche Pflanzen lieben direkte Sonne, andere wachsen besser im Halbschatten oder sogar im Schatten. Wichtig ist, dass die Pflanzen im selben Kasten ähnliche Standortbedingungen brauchen. Das gilt auch für Kräuter.

Welche Kräuter wachsen gut nebeneinander?
Mediterrane Kräuter mögen viel Sonne und wenig Wasser, eine mögliche Kombi ist hier Thymian, Rosmarin, Oregano und Salbei. Sie freuen sich über eine durchlässige, trockene Erde.
Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Koriander und Dill, die feuchte Erde brauchen, passen ebenfalls zueinander. Auch eine Kombi aus Lavendel, Oregano und Thymian erfreut Bienen - und Menschen. Ein Tipp: Pro Blumenkasten am besten nicht mehr als zwei bis drei verschiedene Kräuter pflanzen. Dann haben alle genug Platz und lassen sich einfacher pflegen.
Welche Pflanzen können sich nicht ausstehen?
Nicht alle Pflanzen harmonieren miteinander. Problematisch sind vor allem Kombinationen mit sehr unterschiedlichen Bedürfnissen.
Zum Beispiel passen durstige Blumen und trockenheitsliebende Kräuter schlecht zusammen – etwa Petunien und Rosmarin. Auch stark wachsende Pflanzen können kleinere Arten schnell verdrängen. Ebenso wenig sinnvoll ist es, Sonnenpflanzen und Schattenpflanzen in denselben Kasten zu setzen.
Sobald Pflanzen nämlich stark um Wasser, Licht oder Platz konkurrieren, leiden meist alle darunter. Dann sollte man sie lieber einzeln einpflanzen. “In der Bienenretter Blumenmischung ist das bereits mit einberechnet, welche Pflanzen gut zusammenpassen”, sagt Christian Bourgeois, Initiator der Bienenretter-Initiative.
Kräuter wie Basilikum und Rosmarin sollte man nicht nebeneinander setzen, da Basilikum viel und Rosmarin wenig Wasser braucht. Auch Minze sollte nicht neben andere Kräuter gesetzt werden, weil sie stark wächst und schnell ihre Nachbarn verdrängt.
Artikel: Elisa Kautzky



